Wien-Wahl

„Babler fehlt es an Substanz“

Von Michael Sprenger...

Von Michael Sprenger

Wien –Keine Begeisterung will bei SPÖ-Bundesgeschäftsführer Gerhard Schmid über die jüngste Kritik an SPÖ-Vorsitzenden Werner Faymann aufkommen. Anlass hierfür ist die Initiative „Wir wollen mehr“, die seit Montag im Internet erfolgreich Unterschriften sammelt, um den Rücktritt Fay- manns zu fordern. Schmid nehme die Kritik zwar ernst, nennt aber hierfür Internetforen als kein geeignetes Instrument. „Internetplattformen sind leicht für Manipulationen zu missbrauchen“, sagte Schmid im Gespräch mit der Tiroler Tageszeitung. Er, Schmid, will Kritiker einbinden. Er sei etwa für eine „offene Tür für Kritiker, wenn sie sich in den Parteiprogrammprozess einbringen“.

Wiederholt Kritik kam zuletzt auch vom engagierten Traiskirchner Bürgermeister Andreas Babler. Er ist ein Sprachrohr der parteiinternen Plattform Kompass, die für eine programmatische Neuausrichtung der SPÖ steht. „Auch mit Bürgermeister Babler suchte ich das Gespräch. Er wendet sich aber immer wieder via Medien zu Wort. Zuletzt nach der Wahl in Wien. Seiner Kritik fehlt es oft an Substanz“, sagte Schmid. Er erwähnte in diesem Zusammenhang Ernst Nevrivy, Bezirksvorsteher von Wien-Donaustadt, der sich am Montag genervt über die „Wichtigtuerei“ Bablers gezeigt habe.