Schäuble - Bin nicht glücklich über niedrige Zinsen
Berlin (APA/Reuters) - Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble hadert mit der weltweit lockeren Geldpolitik und setzt auf eine rasche ...
Berlin (APA/Reuters) - Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble hadert mit der weltweit lockeren Geldpolitik und setzt auf eine rasche Normalisierung. „Ich bin unglücklich über das zu niedrige Zinsniveau“, sagte der CDU-Politiker am Dienstag auf dem Maschinenbau-Gipfel in Berlin. Denn dies sorge etwa bei der Alterssicherung für Schwierigkeiten.
Durch die Geldpolitik der großen Notenbanken weltweit gebe es reichlich Liquidität an den Märkten. „Ich will nicht, dass wir uns darauf einstellen, dass es so bleibt, wie es ist.“ Hier müsse es zu einer Normalisierung bei den Zinsen kommen - „lieber früher als später“, sagte Schäuble. Die Situation, dass es bei Staatsanleihen etwa aus Deutschland keinen Realzins gebe, sei ungesund.
Die Notenbanken in USA, Japan und der Eurozone haben ihre Zinsen seit der Finanz- und Schuldenkrise nach Null gesenkt. Manche Ökonomen sehen in der Normalisierung dieser extrem lockeren Geldpolitik ein Risiko für die weltweite Konjunktur. Vor allem die in Aussicht gestellte erste Zinserhöhung der US-Notenbank Fed seit fast zehn Jahren könnte etwa in den Schwellenländer für Unsicherheit sorgen. Schäuble bezeichnete diese Lage als schwierig. „Das würde doch fast vermuten lassen, dass wir in einer Situation sind wie ein Drogenabhängiger.“
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