Irlands Regierung läutet Wahlkampf ein
Dublin (APA/Reuters) - Irlands Regierung pumpt 1,5 Milliarden Euro in die boomende Wirtschaft und läutet damit den Wahlkampf ein. Mit der Ma...
Dublin (APA/Reuters) - Irlands Regierung pumpt 1,5 Milliarden Euro in die boomende Wirtschaft und läutet damit den Wahlkampf ein. Mit der Maßnahme sollen Steuern gesenkt und die Kosten für die Kinderbetreuung reduziert werden. Zudem sollen Einschnitte zurückgenommen werden, die im Rahmen des dreijährigen internationalen Rettungspakets eingeführt wurden.
Finanzminister Michael Noonan sagte am Dienstag, es handle sich um umsichtige Schritte, die das Wachstum in Schwung hielten. „Diese Regierung wird nichts tun, was die Erholung gefährden könnte“, sagte er. In Irland soll im Februar oder März ein neues Parlament gewählt werden.
Trotz der Zusatzausgaben werde das Haushaltsdefizit in diesem Jahr spürbar unter der Grenze von drei Prozent der Wirtschaftsleistung liegen, sagte Noonan. Irland war im Zuge der weltweiten Finanzkrise an die Grenze der Staatspleite geraten und musste mit internationalen Hilfsgeldern gerettet werden. Seinen sieben Jahre andauernden Sparkurs konnte das Land jedoch 2014 wieder verlassen. Die Wirtschaft auf der grünen Insel boomt, das Land dürfte 2016 zum dritten Mal in Folge Wachstumssieger Europas werden. Für dieses Jahr wird mit mehr als sechs Prozent Plus gerechnet, in den Jahren bis 2020 sollen es jeweils mehr als drei Prozent werden.
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