Klage gegen Psychologen hinter brutalen CIA-Verhörmethoden

Washington (APA/AFP) - Eine US-Bürgerrechtsorganisation verklagt die Psychologen hinter den brutalen Verhörmethoden des US-Geheimdienstes CI...

Washington (APA/AFP) - Eine US-Bürgerrechtsorganisation verklagt die Psychologen hinter den brutalen Verhörmethoden des US-Geheimdienstes CIA. Die Psychologen James Mitchell und John „Bruce“ Jessen hätten sich mit der CIA zur „Folter“ verschworen, erklärte die American Civil Liberties Union (ACLU) am Dienstag.

„Sie haben behauptet, dass ihr Programm wissenschaftlich begründet, sicher und bewiesen sei, obwohl dies nicht der Fall war. Das Programm war ungesetzlich und ihre Methoden barbarisch.“

Mitchell und Jessen hatten mit ihrer Firma von der CIA einem Untersuchungsbericht des US-Senats zufolge über mehrere Jahre 81 Millionen Dollar (71 Millionen Euro) erhalten, um nach dem Anschlag vom 11. September 2001 Verhörtechniken für Terrorverdächtige zu entwickeln. Der Geheimdienst setzte das Programm in Geheimgefängnissen rund um die Welt ein.

Die ACLU klagt im Namen von Gul Rahman, Suleiman Abdullah Salim und Mohamed Ahmed Ben Soud. Rahman - ein in Pakistan von der CIA verschleppter Afghane - war in seiner Zelle an Unterkühlung gestorben. Salim ist ein Fischer aus Tansania, den der Geheimdienst in Somalia entführte. Der Libyer Ben Soud wurde in CIA-Gefängnissen in Afghanistan festgehalten, wo er während der Befragungen in Eiswasser untergetaucht wurde.