Europas Leitbörsen zur Eröffnung leicht negativ erwartet

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Anhaltende Konjunktursorgen dürften die europäischen Aktienmärkte am Mittwoch weiter ins Minus drücken. De...

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Anhaltende Konjunktursorgen dürften die europäischen Aktienmärkte am Mittwoch weiter ins Minus drücken. Der Future auf den Eurozonen-Leitindex, der Euro-Stoxx-50, stand 0,84 Prozent unter seinem Niveau zum europäischen Handelsschluss.

Der X-DAX stand am Morgen bei 9.960 Punkten und damit um 0,73 Prozent unter dem Xetra-Schluss. Der X-DAX zeigt den außerbörslichen Wert des deutschen Leitindex. Am Dienstag war der DAX nach sieben Plustagen in Folge ins Minus gerutscht und hatte mit der 10.000-Punkte-Marke gekämpft. In der Vorwoche hatte er noch fast 6 Prozent zugelegt.

Nun kamen am Morgen schlechte Wirtschaftsnachrichten aus China, in deren Folge auch Japans Börse knapp 2 Prozent verlor. Als Belastung hinzu komme die Angst vor schlechten Nachrichten aus der Quartalsberichtssaison, sagte Analyst Michael Hewson vom Broker CMC Markets UK.

Im Fokus steht die laufende Übernahmeschlacht im Immobiliensektor. Die Nummer eins der Branche, Vonovia, will den zweitgrößten Anbieter Deutsche Wohnen für rund 9 Milliarden Euro kaufen. Dadurch will der Konzern die geplante Übernahme von LEG Immobilien durch die Deutsche Wohnen verhindern.

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Im vorbörslichen Handel beim Broker Lang & Schwarz werteten die Anleger die Nachricht vor allem für die Deutsche Wohnen AG positiv: Die Papiere stiegen um mehr als 3 Prozent.

Für die Aktien von Vonovia ging es bei L&S indes um 0,31 Prozent nach unten. Ein Händler verwies darauf, dass der DAX-Konzern zur Finanzierung des Übernahmeangebotes sein Kapital erhöhen müsste.

Für eine negative Überraschung sorgte Drägerwerk: Der Medizin- und Sicherheitstechnik-Hersteller senkte erneut seine Prognose für das laufende Jahr. Die Geschäftsentwicklung in der Region Asien-Pazifik, dort insbesondere in China, habe sich weiter eingetrübt, hieß es. Bei L&S sackten die Papiere um mehr als 14 Prozent ab und waren damit der schwächste Wert im TecDAX der Technologiewerte.

Die Software AG steigerte zwar im dritten Quartal Umsatz und Gewinn. Beim Hauptumsatzträger Digital Business Platform blickt Deutschlands zweitgrößter Softwarehersteller aber pessimistischer auf das Gesamtjahr. Dementsprechend gaben die Anteilsscheine bei L&S um mehr als 2 Prozent nach.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA062 2015-10-14/08:41


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