Datenbank soll Medienkonzentration in Kolumbien aufdecken
Wien/Bogota (APA) - In Kolumbien startet morgen, Donnerstag, ein von Reporter ohne Grenzen (ROG) initiiertes Pilotprojekt für mehr Transpare...
Wien/Bogota (APA) - In Kolumbien startet morgen, Donnerstag, ein von Reporter ohne Grenzen (ROG) initiiertes Pilotprojekt für mehr Transparenz in den Besitzverhältnissen der Massenmedien, teilte die Organisation am Mittwoch in einer Presseaussendung mit. Der Media Ownership Monitor (MOM) sei die erste Datenbank, die Konzentrationstendenzen in Medien und damit verbundene Interessenskonflikte offenlegt.
Der MOM wurde laut ROG zusammen mit dem Journalistenverband Federacion Colombiana de Periodistas (FECOLPER) auf der Grundlage einer standardisierten Methodik als Recherche- und Publikationsinstrument entwickelt. Es sei eine öffentlich zugängliche, kontinuierlich fortgeschriebene Datenbank der Besitzer aller wichtigen Massenmedien und Medienunternehmen in Kolumbien geschaffen worden. Die Rechercheergebnisse werden auf der Webseite „De quien son los medios?“ („Wem gehören die Medien?“) veröffentlicht.
„Medienpluralismus ist ein Grundpfeiler jeder demokratischen Gesellschaft, denn nur unabhängige und freie Medien können die ganze Bandbreite der Meinungen in einer Gesellschaft abbilden“, erklärte Christophe Deloire, Generalsekretär von ROG International. „Medienkonzentration aufzudecken, ist ein wichtiger erster Schritt, um den Einfluss übermächtiger Medienunternehmer zurückzudrängen.“
In vielen Ländern sollen jedoch Medienoligarchen beträchtliches Vermögen und Einfluss angehäuft haben, sodass profitträchtige Geschäfte, politische Ambitionen und Medienunternehmungen nahtlos ineinandergreifen. Ähnliche Projekte sind laut ROG auch in weitern Ländern geplant.
(www.monitoreodemedios.co)
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