Europas Leitbörsen zu Mittag klar im Minus

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Mittwoch im Verlauf einheitlich schwächer tendiert. Marktteilnehmer verwies...

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Mittwoch im Verlauf einheitlich schwächer tendiert. Marktteilnehmer verwiesen auf gestiegene Konjunktursorgen in China nach enttäuschenden Inflationszahlen der zweitgrößten Volkswirtschaft der Erde.

Der Euro-Stoxx-50 verlor 0,69 Prozent auf 3.199,08 Punkte. Der DAX in Frankfurt notierte gegen 12.40 Uhr mit 9.917,12 Punkten und minus 1,15 Prozent. Der FT-SE-100 der Börse London verlor um 0,76 Prozent und steht nun bei 6.293,78 Stellen.

In einem schwachen Marktumfeld sind die Aktien des Chipzulieferers ASML nach einem enttäuschenden Quartalsumsatz um 4,1 Prozent abgerutscht. Die Niederländer litten unter einer sinkenden Nachfrage nach Halbleitern für Smartphones und Computer. Am Markt wurde vor allem der Ausblick auf das vierte Quartal als Enttäuschung gewertet.

Im Fokus stand in Frankfurt der laufende Übernahmekampf im Immobiliensektor. Die Nummer eins der Branche, Vonovia, will den zweitgrößten deutschen Anbieter Deutsche Wohnen für rund 9 Milliarden Euro kaufen. Dadurch will der Konzern die geplante Übernahme von LEG Immobilien durch die Deutsche Wohnen verhindern. Für die Aktien von Vonovia ging es um mehr als 4 Prozent nach unten. Ein Händler verwies darauf, dass der Konzern zur Finanzierung des Übernahmeangebotes sein Kapital erhöhen müsste. Papiere von Deutsche Wohnen bauten ein Plus von 1,9 Prozent.

E.ON verteuerten sich um 1,79 Prozent. Der Energiekonzern verkauft seine Öl- und Gasfelder in der norwegischen Nordsee wie erwartet an die Dea Deutsche Erdöl AG für 1,6 Milliarden US-Dollar. Das liegt über dem von Analysten zuletzt geschätzten Wert von 1,2 Milliarden Dollar.

Aktien von Hargreaves Lansdown haben in London positiv herausgeragt. Nach der Bekanntgabe von Geschäftszahlen für das erste Geschäftsquartal schossen die Papiere des Finanzdienstleisters um 5,1 Prozent nach oben.

Der Medizin- und Sicherheitstechnik-Hersteller Drägerwerk senkte erneut seine Prognose für das laufende Jahr. Die Papiere brachen daraufhin um mehr als 17 Prozent ein.

Die Software AG steigerte zwar im dritten Quartal Umsatz und Gewinn. Im eigentlichen Wachstumsbereich Digital Business Plattform blickt Deutschlands zweitgrößter Softwarehersteller aber pessimistischer auf das Gesamtjahr. Die Anteilsscheine büßten mehr als sechs Prozent ein.

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