Neuer Lift verbindet Pinzgauer Skiverbund mit Fieberbrunn
Zell am See/Saalbach-Hinterglemm/Leogang (APA) - Der Skicircus Saalbach Hinterglemm Leogang und das Skigebiet Fieberbrunn sind mit 270 Piste...
Zell am See/Saalbach-Hinterglemm/Leogang (APA) - Der Skicircus Saalbach Hinterglemm Leogang und das Skigebiet Fieberbrunn sind mit 270 Pistenkilometern das derzeit größte zusammenhängende Skigebiet Österreichs. Die neue Liftverbindung „TirolS“ habe 22 Mio. Euro gekostet, berichtete Toni Niederwieser, Geschäftsführer der Bergbahnen Fieberbrunn, am Mittwoch bei einem Pressegespräch.
Die Einseilumlaufbahn führt von Fieberbrunn auf der Tiroler Seite auf den Reiterkogel auf Salzburger Gebiet. „Mit insgesamt 270 Pistenkilometern und 70 Liftanlagen kommen wir in eine neue Dimension“, freute sich Helmuth Thomas, Geschäftsführer der Saalbacher Bergbahnen GmbH. Die neue Verbindung ermögliche unter anderem eine der längsten Skirunden der Alpen, die „Skicircus-Challenge“. Für die 55 Kilometer lange Runde werde man rund sechs Stunden brauchen, rechnet Kornel Grundner, Geschäftsführer der Leoganger Bergbahnen.
Insgesamt haben die Pinzgauer Skigebiete Skicircus Saalbach Hinterglemm Leogang, Schmittenhöhe und Kitzsteinhorn mit Fieberbrunn heuer rund 70 Mio. Euro in neue Lifte, Schneesicherheit und Komfort investiert. Auf dem Kitzsteinhorn, das 2015 das 50-jährige Bestehen des Skigebiets feiert, gehen am kommenden Samstag die neuen Bahnen Gletscherjet 3 und 4 in Betrieb. Damit könne auch am Gletscher eine Runde gefahren werden, sagte Norbert Karlsböck, Vorstand der Gletscherbahnen Kaprun. Der Neubau der Anlagen hat das Unternehmen heuer 12,3 Mio. Euro gekostet.
Der Skiverbund der drei Pinzgauer Skigebiete, zu dem nun auch Fieberbrunn als Partner dazugekommen ist, bietet 408 Pistenkilometer. Im vergangenen Winter habe man 3,6 Mio. Skitage gezählt, berichtete Erich Egger, Vorstand der Schmittenhöhebahn AG. Mit einem Umsatz von 113 Mio. Euro und 1.200 Mitarbeitern sei man ein Motor der regionalen Wirtschaft.
Im Wettbewerb um die Skiurlauber bleibt die Größe ein entscheidendes Entscheidungsargument. In den nächsten zwei, drei Jahren soll eine Anbindung der Schmitten an das Glemmtal realisiert werden, kündigte Egger an. Danach seien die Möglichkeiten für weiteres Wachstum begrenzt. Das gelte aber auch für andere Skigebiete, sagte der Manager. Potenzial sieht er künftig bei Qualitätsverbesserungen sowie einer stärkeren Inszenierung der Berge. „Das funktioniert im Sommer sehr gut und könnte auch im Winter ein stärkeres Thema werden“, meinte Egger.
Neben den präparierten Pisten werden Angebote für Freerider und Tourengeher sowie Funparks und -hänge immer wichtiger. Die neue Verbindung zwischen Fieberbrunn und Salzburg werde viele Freerider ansprechen, ist Niederwieser sicher. Sehr gut angenommen werden Routen für Tourengeher, wie sie am Kitzsteinhorn angeboten werden. Eine wichtige Zielgruppe sind die jungen Skifahrer: Für sie gibt es eine günstige Saisonkarte U25 sowie Zehn-Euro-Tickets an Samstagen.
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