Zwei Männer buhlten um Ehefrau: 65-Jähriger in Salzburg verurteilt
Salzburg (APA) - Ein 65-jähriger Österreicher, der seine ehemalige Freundin und deren 34-jährigen Ehemann gestalkt haben soll, ist heute, Mi...
Salzburg (APA) - Ein 65-jähriger Österreicher, der seine ehemalige Freundin und deren 34-jährigen Ehemann gestalkt haben soll, ist heute, Mittwoch, bei einem Prozess in Salzburg wegen Nötigung zu einer bedingten Haftstrafe von vier Monaten nicht rechtskräftig verurteilt worden. Der Angeklagte soll der Frau per SMS eine Ohrfeige angedroht haben, falls sie ihn wieder wie einen Trottel anspreche.
Laut Strafantrag hat der 65-Jährige die Frau von April 2014 bis Jänner 2015 auch gegen ihren Willen auf ihrem Arbeitsplatz und zu Hause aufgesucht, ihr anonyme Nachrichten geschickt und einen Autoreifen mit einem Nagel aufgestochen. Er werde sie „verbal zerfetzen“, wenn sie keine handfeste Begründung habe, die gegen „ein Date“ mit ihm spreche, soll der Angeklagte noch am 18. Jänner geschrieben haben, obwohl seinen Angaben zufolge die rund fünfjährige Affäre Ende 2013 beendet worden war.
In seinen Nachrichten soll der Angeklagte, der eine Lebensgefährtin hat, gedroht haben, die Affäre auffliegen zu lassen. Am ersten Verhandlungstag am 13. April hatte er sich vor Richterin Madeleine Vilsecker nur zu der angedrohten Ohrfeige für schuldig bekannt. Er wurde heute vom Vorwurf der beharrlichen Verfolgung, der schweren Nötigung und der Sachbeschädigung freigesprochen.
Der Kontrahent des Beschuldigten, der 34-jährige Ehemann, der bei einer fortgesetzten Verhandlung im Juli vom Vorwurf der versuchten Nötigung bereits freigesprochen worden war, hatte der Richterin erzählt, dass ihm seine Frau das außereheliche Verhältnis im Vorjahr gestanden und er sich Sorgen wegen der bedrohlichen Nachrichten gemacht habe. Laut Staatsanwaltschaft soll der 34-Jährige im November 2014 in einer Racheaktion ein Hühnerei auf die Windschutzscheibe des Autos seines Nebenbuhlers geklatscht haben. Daneben sei ein Zettel mit der Aufforderung gelegen, sich „von der Rothaarigen“ zurückzuziehen, sonst gehe es ihm wie dem Ei. Der 34-Jährige hatte seine Unschuld beteuert.
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