Nach Air+Style-Umzug

Eine kleine Portion Wehmut bleibt

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Der Air+Style zieht vom Bergisel auf das Gelände der Olympiaworld. Die TT hat mit Snowboardern aus drei Jahrzehnten über den Kult-Contest gesprochen.

Von Tobias Waidhofer

Innsbruck –„Die Organisatoren sind an ihre Grenzen gestoßen.“ Das sagt ein Held der ersten Air+Style-Stunden am Bergisel. Stefan Gimpl (Jahrgang 1979) gewann den Kult-Contest hoch über Innsbruck im Jahr 1999. Den Umzug auf das Olympiaworld-Gelände kommentiert der Salzburger nüchtern: „Natürlich ist es schade. Aber der Sport hat sich rasant entwickelt.“

Um weiter das Maß aller Dinge im Big-Air-Zirkus zu bleiben, müsse die Messlatte eben ziemlich hoch gelegt werden. „Man muss den Ridern die bestmögliche Schanze bieten. Ich finde das positiv. Aber für mich stand ja auch immer das Snowboarden im Vordergrund.“

„Licht und Schatten“ erkennt der Tiroler Werner Stock (Jahrgang 1987) im Umzug. „Der Bergisel war immer etwas Besonderes. Die Stimmung, die Aussicht auf die Stadt – es hatte etwas Einzigartiges“, spricht Wehmut aus dem Zillertaler, der 2011 am Bergisel Rang drei belegte. Doch auch der Snowboard-Zirkus sei ein Geschäft und spektakuläre Sprünge ließen sich nun einmal besser verkaufen. „Was die Rampe betrifft, waren wir am Bergisel schon ein bisschen eingeschränkt. Das ist jetzt sicher ein Schritt nach vorne. Und deshalb finde ich den Umzug gut.“

Seine Air+Style-Premiere feiert der Innsbrucker Philipp Kundratitz (Jahrgang 1996) am 6. Februar 2016. Seit 2008 als Zuschauer Stammgast am Bergisel, hätte er sich „gefreut dort zu fahren. Aber in der Olympiaworld wird’s sicher auch cool“, hofft der 19-Jährige, der beim ersten Air+Style 1994 noch gar nicht auf der Welt war. „Trotzdem ist der Bergisel für mich eine Kultstätte. Schon allein die Geschichten, die man hört …“

Neue Kapitel werden jetzt in der Olympiaworld geschrieben. Was natürlich auch deren Chef Michael Bielowski, der mit „15.000 Zuschauern“ rechnet, freut. Der Sorge, dass der Rasen des ohnehin schon ramponierten Tivoli-Nebenplatzes in Mitleidenschaft gezogen werde, erteilte Bielowski eine Absage: „Die Sanierung des Rasens ist Vertragsinhalt.“