APA Medien News: Nahost-Konflikt, „Falter“-Archiv, Digitalisierung

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Nahost-Konflikt: Die Österreichisch-Israelische Gesellschaft ruft Österreichs Medien zu einer fairen Berichterstattung im aktuellen Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern auf. Behauptungen sollten ausreichend geprüft und eine Opfer-Täter-Umkehr unterlassen werden, hieß es am Mittwoch in einer Aussendung. Palästinensische Vertreter würden derzeit mit Lügen Stimmung gegen Israel machen: israelische Opfer blieben oft unerwähnt, wenn israelische Sicherheitskräfte gefährdete Zivilisten gegen palästinensische Täter verteidigten, gebe es hingegen einen Aufschrei, so die Kritik der Österreichisch-Israelischen Gesellschaft.

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„Falter“-Archiv: Die Wiener Stadtzeitung „Falter“ öffnet ihr Online-Archiv. Aktuelle Ausgaben der Wochenzeitung sowie Archivtexte seit 1999 sind künftig unter https://www.falter.at/archiv für Abonnenten kostenlos abrufbar, teilte das Medienunternehmen am Mittwoch in einer Aussendung mit. Nicht-Abonnenten können Artikel demnach einzeln kaufen. Die Preise schwanken dabei je nach Artikel-Länge und Aktualität zwischen 0,29 und 0,99 Euro. Artikel in einer Länge bis 2.000 Zeichen sind kostenlos zu lesen. Insgesamt stehen derzeit über 81.000 Artikel aus 860 „Falter“-Ausgabe zur Verfügung.

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Digitalisierung: „Die Medienpolitik ist tot.“ Diese drastische Ansicht vertrat Thomas Jarzombek, Mitglied des Deutschen Bundestages und CDU/CSU-Sprecher für Digitale Agenda, bei einem Symposium des Friedrich Funder Instituts in Wien. Der digitale Wandel würde so rasch voranschreiten, dass die Politik diese Herausforderung nicht mehr hinbekomme. „Die europäische Gesetzgebung dauert im Schnitt sieben Jahre. Diese Medienpolitik kann nicht funktionieren“, so Jarzombek, der auf Wirtschafts- statt Medienpolitik setzt. Ansetzen will er beim Kartellrecht. Hier sieht er europäische Unternehmen gegenüber den Webgiganten klar im Nachteil. „Die Reichweite müssen wir kartellrechtlich normieren. Das Kartellrecht muss aber auch schneller werden. Wenn ich höre, dass Sie hier in Österreich ein Jahr mit der Wettbewerbsbehörde über eine Videoplattform verhandelt haben, dann ist ja der Markt in der Zwischenzeit schon wieder weggaloppiert.“ Russmedia-Geschäftsführer Eugen A. Russ will die Politik nicht aus ihrer medienpolitischen Verantwortung entlassen: „Wir sind in Europa in einer erschreckenden Situation. Wir sind in einer völligen Abhängigkeit von den fünf großen Medienunternehmen. Wir sollten nicht aufgeben, dass der Primat bei der Politik ist und nicht in Mountain View.“

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