Atomausstieg - Schweden künftig nur mehr mit acht AKWs

Stockholm/Düsseldorf (APA) - Schweden muss künftig mit acht statt wie bisher zehn Atomreaktoren auskommen. Der deutsche Energiekonzern E.ON,...

Stockholm/Düsseldorf (APA) - Schweden muss künftig mit acht statt wie bisher zehn Atomreaktoren auskommen. Der deutsche Energiekonzern E.ON, Mehrheitseigentümer des AKW-Standorts Oskarshamn, beschloss in einer Sonderversammlung am Mittwoch, die beiden Atommeiler O2 und O1 zu schließen. Die Entscheidung kam nicht völlig überraschend.

Laut einer Presseaussendung des Unternehmens soll O2, das derzeit wegen ursprünglich geplanter Modernisierungsmaßnahmen ohnehin derzeit ausgeschaltet ist, gar nicht mehr hochgefahren werden. Für beide Reaktoren soll nun ein regelgerechter Abwicklungsfahrplan erstellt werden. Als ungefährer Zeitrahmen wurde 2017 bis 2019 genannt.

Die rot-grüne Regierung in Stockholm hatte den von ihren bürgerlichen Vorgängern getroffenen Beschluss zum Ausbau der Leistung der schwedischen Atomkraftwerke voriges Jahr aufgehoben und war zum bereits 1980 beschlossenen, langfristigen Ausstieg aus der Kernkraft zurückgekehrt.

Laut E.ON und der Betreibergesellschaft OKG soll der dritte und effektivste Reaktor des Standorts an der südostschwedischen Küste, O3, wie geplant modernisiert werden und weiterhin Strom liefern. Zuletzt legte Schweden im Jahr 2005 den Standort Barsebäck zur Gänze still. Die ursprünglich zwei Atommeiler von Barsebäck waren in Dänemark jahrzehntelang wegen ihrer Nähe zur Hauptstadt Kopenhagen im Kreuzfeuer der Kritik gestanden.

~ ISIN DE000ENAG999 WEB http://www.eon.com/ ~ APA438 2015-10-14/16:00