Flüchtlinge - Winter-Adaptierungen in steirischen Unterkünften

Graz (APA) - In den steirischen Transitunterkünften für Flüchtlinge herrschte am Mittwoch Kommen und Gehen, hieß es auf APA-Anfrage beim Rot...

Graz (APA) - In den steirischen Transitunterkünften für Flüchtlinge herrschte am Mittwoch Kommen und Gehen, hieß es auf APA-Anfrage beim Roten Kreuz. Die Bellaflora-Halle in Feldkirchen war am Nachmittag leer, aber das könne sich bald ändern. In der Ex-Euroshopping-Halle in Graz hausten am Nachmittag rund 600 Flüchtlinge, plus 130 Asylwerber. Man beginne nun die Duschen winterfest zu machen, so das Rote Kreuz.

Alle Flüchtlinge seien aus Nickelsdorf gekommen, über die Grenze zu Slowenien gekommene Menschen habe es in Feldkirchen und Graz nicht gegeben. Die Menschen aus der Bellaflora-Halle seien mit Bussen in Richtung Salzburg gebracht worden, sagte Rotkreuz-Sprecher Valentin Krause.

Da die kalte Jahreszeit heranrücke, mache man nun die Unterkünfte winterfest. „Sie sind ja nur zum Verweilen für 24 bis 48 Stunden gedacht“, sagte Sprecher August Bäck zur APA. Den im Freien in Zelten befindlichen Duschen werde ein beheiztes Zeit vorangestellt. Im Inneren der Hallen arbeiteten freiwillige und hauptberufliche Rotkreuz-Mitarbeiter daran, die Waschanlagen zu verbessern und frostsicher zu machen. „Wir haben ja viele Kollegen mit erlernten Handwerksberufen in unseren Reihen“, sagte Bäck.

Schwierig gestalte sich der Aufenthalt von Asylwerbern in einer Halle, die nur als Durchgangsquartier für Flüchtlinge im Transit nach Deutschland gedacht sei. Die Betten stünden dicht an dicht, es gebe keine Privatsphäre und auch die Verpflegung sei lediglich auf die durchreisenden Flüchtlinge abgestimmt. „Das Rote Kreuz ist ja nur Betreiber, weil es sich am Anfang so ergeben hat. Wir machen das gerne und selbstverständlich. Aber wenn es Dezember wird, stehen wir fünf Monate ununterbrochen im Einsatz“, gab Bäck zu bedenken.