Pistole an Teenager verkauft: Waffenladen muss Schadensersatz zahlen

Milwaukee (Wisconsin) (APA/dpa) - Die Inhaber eines Waffengeschäftes in Milwaukee müssen fast sechs Millionen Dollar (5,2 Millionen Euro) za...

Milwaukee (Wisconsin) (APA/dpa) - Die Inhaber eines Waffengeschäftes in Milwaukee müssen fast sechs Millionen Dollar (5,2 Millionen Euro) zahlen, weil der Laden eine Schusswaffe über einen Strohmann an einen Jugendlichen verkauft hat. Das berichteten US-Medien am Mittwoch. Der Teenager eröffnete wenige Tage später bei einer Routinekontrolle mit der Waffe das Feuer auf zwei Polizisten.

Die beiden Männer überlebten, trugen aber bei der Attacke aus dem Jahr 2009 bleibende gesundheitliche Schäden davon. Die Opfer verklagten vor einem Gericht in Milwaukee (US-Bundesstaat Wisconsin) die Verkäufer auf Schadensersatz. Sie hätten wissen können, dass die Waffe über einen Strohmann an den Jugendlichen gelangt, der keine Befugnis hatte, Waffen zu besitzen. Die Beklagten hatten dies bestritten, konnten die Jury jedoch nicht überzeugen.

Die Diskussion über das Recht auf das Tragen von Schusswaffen nimmt in den USA derzeit breiten Raum in der Öffentlichkeit ein. In vielen Großstädten gingen die Mordraten in den vergangenen Monaten steil nach oben. Der Laden in Milwaukee hatte mehr als 500 Schusswaffen verkauft, die später bei Straftaten benutzt wurden, wie während der Verhandlung bekannt wurde.

TT-ePaper gratis testen und 5 x 1.000 € Geburtstagsgeld gewinnen

Die Zeitung kostenlos digital abrufen, das Testabo endet nach 4 Wochen automatisch.

Jetzt testen
TT ePaperTT ePaper

Kommentieren