Europas Leitbörsen zur Eröffnung etwas fester erwartet
Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Europas Leitbörsen werden am Donnerstag zur Eröffnung etwas fester erwartet. Der Future auf den Euro-Stoxx...
Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Europas Leitbörsen werden am Donnerstag zur Eröffnung etwas fester erwartet. Der Future auf den Euro-Stoxx-50 deutete ein Plus von 0,66 Prozent auf 3.209,00 Punkte an.
In Frankfurt dürfte sich der DAX ebenfalls etwas erholen. Der X-DAX stand am Morgen bei 9.987 Punkten und damit um 0,71 Prozent über dem Xetra-Schluss. Der X-DAX zeigt den außerbörslichen Wert des deutschen Leitindex.
Positive Impulse kamen von den asiatischen Börsen, die fast durchweg im Plus lagen. Händler verwiesen hier auf die gefestigte Erwartung, dass die US-Notenbank Fed ihre erste Zinserhöhung seit der Finanzkrise ins kommende Jahr verschieben werde. Das billige Geld der Notenbanken gilt als wichtiger Treiber für die Aktienmärkte.
Die amerikanische Wirtschaft ist zwar laut dem Konjunkturbericht der Fed weiter auf Wachstumskurs. Unter dem Strich sei das Wirtschaftswachstum von Mitte August bis Anfang Oktober allerdings nur mäßig gewesen, hieß es. An den Finanzmärkten geriet der US-Dollar nach Veröffentlichung des sogenannten Beige Book weiter unter Druck.
Wegen der anhaltenden Sorgen um die Konjunkturaussichten in den USA bleiben die Wirtschaftsdaten im Fokus, sagte Analyst Michael Hewson vom Handelshaus CMC Markets UK. Am Nachmittag werden die Verbraucherpreise aus den USA erwartet.
Bei den Einzelwerten könnten Unilever interessant werden. Der Konsumgüterhersteller hat im dritten Quartal trotz der wirtschaftlichen Abkühlung in vielen Schwellenländern kräftig zugelegt. Insbesondere gute Verkäufe mit Eiscreme (Magnum, Ben & Jerry‘s) aufgrund des warmen Sommers in Europa, aber auch Preiserhöhungen halfen dem Konzern auf die Sprünge. Am Ende stieg der Umsatz im dritten Quartal auf 13,4 Milliarden Euro.
Unterdessen ist der Online-Modehändler Zalando im dritten Quartal weiter rasant gewachsen, aber auch überraschend in die roten Zahlen gerutscht. Im vorbörslichen Handel beim Broker Lang & Schwarz (L&S) büßten die Papiere mehr als 5 Prozent ein. Die Aktien des Baumaschinenherstellers Wacker Neuson sackten nach einer Gewinnwarnung bei L&S sogar um mehr als 13 Prozent ab.
Für eine positive Überraschung sorgte ProSiebenSat.1. Das starke Wachstum im Digitalgeschäft macht den Medienkonzern zuversichtlicher für die kommenden Jahre, so dass die Anteilsscheine vorbörslich um mehr als 3 Prozent stiegen.
Darüber hinaus könnten Analysteneinstufungen bewegen. So äußerte sich die US-Investmentbank Morgan Stanley negativ zu den Papieren von Bayer. Der Chemie- und Pharmakonzern entwickle sich in puncto Gewinnwachstum, Free Cashflow und Dividendenrendite unterdurchschnittlich, schrieb die Expertin Amy Walker. Bei L&S waren die Papiere mit einem Minus von 0,93 Prozent der einzige Verlierer.
~ ISIN EU0009658145 ~ APA063 2015-10-15/08:44
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