Imker rüsten sich für neue, große Gefahr
Imst – Nicht nur bei den Konsumenten steht die Biene mit ihren hochwertigen Produkten hoch im Kurs, auch bei den Parasiten. Die Varroamilbe ...
Imst –Nicht nur bei den Konsumenten steht die Biene mit ihren hochwertigen Produkten hoch im Kurs, auch bei den Parasiten. Die Varroamilbe und die „Amerikanische Faulbrut“ machen auch den Tiroler Völkern das Leben schwer. Imkerlehrer Martin Ennemoser: „Gott sei Dank spielt im Oberland die Amerikanische Faulbrut zurzeit keine Rolle.“ Anders im Großraum Innsbruck: Hier vermeldet der Tiroler Imkerverband einen heurigen Sommerbefall in Axams, Grinzens, Birgitz, Völs und Natters. Zur Bekämpfung finanzierte das Land Tirol das so genannte „Tiroler Gesundheitsmobil“ mit den notwendigen Bekämpfungsgeräten, das an der Landeslehranstalt Imst stationiert ist.
Trotz des latenten Damoklesschwertes Varroamilbe war die heurige Honigernte laut Erwin Zöhrer vom Bienenzuchtverein Imst zufriedenstellend. Unerlässlich sei aber die Pflege der Völker. Die Hauptentmilbung Ende Juli sollte bereits erledigt sein, die Restentmilbung geschieht in der brutfreien Zeit, „damit im Frühjahr gut gestartet werden kann“.
Allerdings erzittern die Imker bei dem Namen „Kleiner Beutenkäfer“: Noch treibt der Schädling, der im Bienenstock alles frisst, in Süditalien sein Unwesen. „Der kommt bestimmt“, ist sich Ennemoser sicher, „das Problem ist der unkontrollierte Zukauf von Völkern.“ Während einer Veranstaltung durfte er Sandra Mustafa von der Bienenuniversität Hohenheim kennen lernen. Sie zählt zu den Experten in dieser Thematik und folgt der Einladung nach Tirol: Morgen hält sie ab 20 Uhr den Fachvortrag „Der Kleine Beutenkäfer in Europa und die Auswirkungen auf die Imkerei“ im Mehrzwecksaal der HAK Imst. Ennemoser: „Wir möchten uns auf den Parasiten vorbereiten.“ (huda)
Kommentare