Nord- und Südkorea treiben Vorbereitung für Familienbegegnung voran

Pjöngjang/Seoul (APA/AFP) - Wenige Tage vor der geplanten Begegnung von Familien aus Nord- und Südkorea treiben beide Seiten die Vorbereitun...

Pjöngjang/Seoul (APA/AFP) - Wenige Tage vor der geplanten Begegnung von Familien aus Nord- und Südkorea treiben beide Seiten die Vorbereitungen weiter voran. Südkorea entsandte am Donnerstag Mitarbeiter des Roten Kreuzes und weitere Helfer in das nordkoreanische Erholungsgebiet Kumgang, wo die Begegnung ab Dienstag stattfinden soll, wie das Wiedervereinigungsministerium in Seoul mitteilte.

Einige der Helfer sollten bis zum Beginn der Begegnung dort bleiben. Unterhändler hatten sich Anfang September auf das siebentägige Familientreffen verständigt - das zweite in fünf Jahren. 97 Bürger aus dem Norden und 90 Bürger aus dem Süden sollen dabei Verwandte treffen, die sie seit dem Krieg vor mehr als sechs Jahrzehnten nicht mehr sehen durften. Die Vereinbarung wurde als Signal der Entspannung gewertet, doch drohte Pjöngjang nach Kritik aus Seoul am nordkoreanischen Atomprogramm Ende September, den historischen Termin abermals platzen zu lassen.

Während des Korea-Kriegs von 1950 bis 1953 waren Millionen Menschen von ihren Angehörigen getrennt worden. Die meisten von ihnen starben ohne die Möglichkeit zu einem Wiedersehen. Auf der südkoreanischen Warteliste stehen noch 66.000 Menschen. Die meisten sind schon um die 80 oder 90 Jahre alt. Die ältesten Teilnehmer der anstehenden Begegnung in Kumgang sind zwei 98-jährige Südkoreaner, die je eine Tochter und einen Sohn im Norden haben.