Flüchtlinge - Medien: Tsipras schlägt Hotspots auch in der Türkei vor
Athen (APA/dpa) - Der griechische Regierungschef Alexis Tsipras hat Registrierungszentren für Flüchtlinge, sogenannte Hotspots, auch in der ...
Athen (APA/dpa) - Der griechische Regierungschef Alexis Tsipras hat Registrierungszentren für Flüchtlinge, sogenannte Hotspots, auch in der Türkei gefordert, um Menschenleben zu retten. Zudem könnte damit auch einem Teil der Schlepper das Handwerk gelegt werden, argumentiert Tsipras, wie die griechische Presse am Donnerstag berichtete.
Die Flüchtlinge, die Anspruch auf Asyl haben, könnten dann direkt und sicher nach Europa kommen - ohne die gefährliche Überfahrt von der türkischen Ägäisküste zu den griechischen Inseln. Tsipras wollte den Vorschlag beim EU-Gipfel am Abend in Brüssel unterbreiten.
Der griechische Regierungschef habe dies am Mittwochabend in einem Telefonat mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel angesprochen. Er werde zudem auch finanzielle Unterstützung für die griechischen Inseln in der Ostägäis fordern. Auf diesen Inseln sind in den vergangenen zehn Monaten mehr als 450.000 Migranten angekommen.
Hotspots (Registrierungszentren) sind auf den griechischen Inseln Lesbos, Chios, Samos, Leros und Kos geplant. Das Zentrum auf Lesbos ist fast fertig, die anderen sollen bald funktionieren. In Italien ist der erste Hotspot auf der Insel Lampedusa eingerichtet und soll bis Ende November seinen regulären Betrieb aufnehmen. Weitere Hotspots sind in den Städten Pozzallo, Porto Empedocle, Trapani, Augusta und Taranto geplant.
Kommentare