KWS Saat will Rendite stabil halten
Frankfurt am Main (APA/Reuters) - Der Saatguthersteller KWS Saat will trotz hoher Investitionen seine Rendite im laufenden Geschäftsjahr sta...
Frankfurt am Main (APA/Reuters) - Der Saatguthersteller KWS Saat will trotz hoher Investitionen seine Rendite im laufenden Geschäftsjahr stabil halten. KWS werde seine Ausgaben für Forschung und Entwicklung sowie für seine Vertriebsaktivitäten weiter erhöhen, sagte Finanzchefin Eva Kienle am Donnerstag auf der Bilanzpressekonferenz in Frankfurt.
Das niedersächsische Unternehmen will seine Produktionsanlagen in Ost- und Südosteuropa sowie den USA ausbauen und modernisieren. Zudem sollen die Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen an mehreren Standorten erweitert werden.
Für 2015/16 rechnet der Vorstand mit einer operativen Rendite von mindestens 10,5 (Vorjahr: 10,9) Prozent. Vielleicht noch einen „Schnaps“ darüber, wie KWS-Chef Hagen Duenbostel sagte. Der Umsatz soll um fünf bis zehn Prozent zulegen. Das Unternehmen aus dem niedersächsischen Einbeck ist die weltweite Nummer vier unter den Saatgutherstellern nach Monsanto, DuPont/Pioneer und Syngenta.
Kienle sagte, KWS wolle sich weiter auf dieses Geschäft konzentrieren und plane keine Ausweitung darüber hinaus etwa auf Unkrautbekämpfungsmittel. Damit geht das Unternehmen einen anderen Weg als die deutlich größere Konkurrenz, die genau darauf setzt, Saatgut und die passenden Pflanzenschutzmittel aus einer Hand anzubieten.
Interesse am zum Verkauf stehendem Gemüsesaatgutgeschäft von Syngenta habe KWS nicht, sagte Vorstandschef Duenbostel. Dieses wäre zwar eine „echte Addition“ für KWS, die sich auf die Züchtung von Nutzpflanzen konzentriert. Für den Konzern liege es aber angesichts des erwarteten Preises völlig außer Reichweite. Die im SDax notierte KWS ist an der Börse derzeit 1,9 Mrd. Euro wert. Insider gehen davon aus, dass der Verkauf des Gemüsesaatgutgeschäfts Syngenta rund 2 Mrd. Dollar (1,75 Mrd. Euro) einbringen könnte.
Im vergangenen Geschäftsjahr steigerte KWS seinen Umsatz um sieben Prozent auf 1,26 Mrd. Euro. Fast 14 Prozent vom Umsatz steckte KWS in Forschung und Entwicklung. Der operative Gewinn lag mit 138 Mio. Euro zwar um 400.000 Euro unter dem Vorjahresniveau, fiel aber besser als veranschlagt aus. Dazu trug vor allem ein starkes Zuckerrübengeschäft in Nordamerika bei. Das Unternehmen ist die weltweit Nummer eins im Geschäft mit Zuckerrübensaatgut. Der Jahresüberschuss lag bei 84 (Vorjahr: 80,3) Mio. Euro. Die Aktionäre sollen eine unveränderte Dividende von drei Euro je Aktie erhalten.
Kommentare