Flüchtlinge - Italiens Marine beendete Bergungsarbeiten

Rom (APA/dpa) - Knapp sechs Monate nach einem der bisher schlimmsten Flüchtlingsdramen im Mittelmeer mit Hunderten Toten hat Italiens Marine...

Rom (APA/dpa) - Knapp sechs Monate nach einem der bisher schlimmsten Flüchtlingsdramen im Mittelmeer mit Hunderten Toten hat Italiens Marine die Bergungsarbeiten an dem Wrack beendet. Insgesamt 118 Leichen seien geborgen worden, teilte die Marine am Donnerstag mit.

Das gesamte Wrack wird damit entgegen der vorherigen Ankündigung von Regierungschef Matteo Renzi wohl nicht geborgen werden. Die Marine legte zum Abschluss der Bergungsarbeiten, die im Juni begonnen hatten, einen Blumenkranz auf dem Wrack in mehr etwa 370 Metern Tiefe ab.

Das Fischerboot war im April diesen Jahres vor der libyschen Küste gesunken; dabei waren vermutlich Hunderte Migranten ertrunken. Nur 24 Leichen waren zunächst geborgen worden, 28 Menschen überlebten das Unglück. Italiens Ministerpräsident Matteo Renzi hatte einige Wochen danach angekündigt, das Wrack bergen zu lassen, um der ganzen Welt das Elend der Flüchtlinge im Mittelmeer vor Augen zu führen.

Die Einsatzkräfte hatten in den letzten Monaten vor allem Leichen von Flüchtlingen von außerhalb des Schiffs geborgen. Warum der Einsatz nun beendet wird, erklärte die Marine nicht.