Gesellschaft

Drei französische Soldaten durch Mine in Mali verletzt

Französische Truppen kämpfen in Mali gegen islamistische Rebellen.
© REUTERS/ERIC GAILLARD

Die Mitglieder einer Spezialeinheit seien im Norden des westafrikanischen Landes durch den Sprengsatz verletzt worden, sagte ein Sprecher.

Paris – In Mali sind drei französische Soldaten durch eine Mine verletzt worden. Die Mitglieder einer Spezialeinheit seien im Norden des westafrikanischen Landes durch den Sprengsatz verletzt worden, sagte ein Sprecher der französischen Streitkräfte am Donnerstag in Paris.

Das Verteidigungsministerium machte keine Angaben über die Schwere der Verletzungen oder die genauen Umstände des Vorfalls, der sich bereits am Dienstag ereignete.

Die Soldaten sind in Mali im Rahmen der Operation Barkhane stationiert. Für den grenzübergreifenden Militäreinsatz gegen Jihadistengruppen hat Frankreich rund 3000 Soldaten nach Westafrika entsandt, davon etwa 1300 nach Mali.

Barkhane ist die Nachfolgerin der Operation Serval. Diese wurde im Jänner 2013 gegen vom Terrornetzwerk Al-Kaida gestützte Islamistengruppen gestartet, die zuvor mehrere Monate lang den Norden Malis besetzt hielten. Bisher wurden neun französische Soldaten bei dem Einsatz getötet. Zuletzt starb im Juli 2014 ein Soldat beim Angriff eines Selbstmordattentäters.

Weite Teile des Landes entziehen sich immer noch der Kontrolle des malischen Militärs sowie seiner ausländischen Unterstützer. Während die Aktivitäten der Islamisten lange Zeit auf den Norden begrenzt waren, so breiteten sie sich seit Jahresbeginn immer weiter in Richtung der Mitte und seit Juni auch in den Süden Malis aus. (APA/AFP)