Haider-Prozess: Verhandlung gegen Erbinnen gestartet

Klagenfurt/Wien (APA) - Am Landesgericht Klagenfurt hat am Freitag unter regem Medieninteresse ein Zivilprozess gegen die Erbinnen des verst...

Klagenfurt/Wien (APA) - Am Landesgericht Klagenfurt hat am Freitag unter regem Medieninteresse ein Zivilprozess gegen die Erbinnen des verstorbenen Landeshauptmanns Jörg Haider begonnen. Die Kärntner Landesholding (KLH) verlangt auf Basis des Urteils in der Causa Birnbacher 600.000 Euro von der Witwe und den beiden Töchtern. Deren Anwälte weisen die Forderung zurück.

Der Steuerberater Dietrich Birnbacher hatte für ein sechsseitiges Gutachten zum Verkauf der Hypo Alpe Adria an die BayernLB sechs Millionen Euro bekommen - zumindest 5,7 Millionen Euro zu viel, wie die Justiz feststellte. Spätestens im Verfahren gegen Birnbacher, zwei frühere KLH-Vorstände und Ex-ÖVP-Chef Josef Martinz im Jahr 2012 entpuppte sich der inzwischen verstorbene Landeshauptmann und Aufsichtskommissär Haider als einer der Strippenzieher des Birnbacher-Deals, was auch im Urteil entsprechenden Niederschlag fand.

Für Anwalt Dieter Böhmdorfer, der Claudia Haider, Cornelia Mathis-Haider und Ulrike Haider-Quercia vertritt, ist die Klage unzulässig, es gebe keine rechtswidrigen oder schuldhaften Handlungen von Jörg Haider, außerdem wären sie verjährt.

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