Ziel erreicht: Mailands Expo feierte 20 Millionen Besucher
Mailand (APA) - Zwei Wochen vor der am 31. Oktober geplanten Schließung hat die Mailänder Expo das angepeilte Ziel von 20 Millionen Besucher...
Mailand (APA) - Zwei Wochen vor der am 31. Oktober geplanten Schließung hat die Mailänder Expo das angepeilte Ziel von 20 Millionen Besuchern erreicht. Allein in den ersten elf Oktobertagen wurden 2,3 Millionen Eintrittskarten verkauft. Die Weltausstellung ist dem Thema „Den Planeten ernähren, Energie fürs Leben“ gewidmet.
„Der Erfolg der Expo ist unbestreitbar, wie die Menschenschlangen vor den Länderpavillons bezeugen“, betonte Expo-Chef Giuseppe Sala. Italiens Premier Matteo Renzi bezeichnete die Expo als „Erfolg“ auch auf diplomatischer Ebene. Hunderte Regierungs-, Staatschefs, Minister und Prominente haben in den vergangenen Monaten die Weltausstellung besichtigt.
In Mailand traf am Freitag UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon ein. Ihm wurde bei einer feierlichen Zeremonie die sogenannte „Charta von Mailand“ überreicht, die von Regierungs-, Staatschefs und Ministern aus der ganzen Welt unterzeichnet wurde. Darin verpflichten sich die Expo-Teilnehmerländer, den Menschen das Recht auf sichere, gesunde und nährstoffreiche Lebensmittel zu garantieren. Zugleich sollen Maßnahmen zum Schutz des Bodens und der Biodiversität gesichert werden. Schwarzarbeit in der Landwirtschaft soll aktiv bekämpft werden. Das Einkommen von Bauern und Fischern soll durch verschiedene Formen der Kooperation unterstützt werden.
Die Staaten sollen Diskussionen initiieren und Leitlinien entwickeln, um Nahrungsmittelkrisen zu mildern. In diesem Zusammenhang wird auch mehr Einsatz gegen die Verschwendung von Lebensmitteln verlangt. Außerdem sollen sich die Länder für den Schutz der Wasserreserven engagieren sowie Kindern und Jugendlichen die Bedeutung gesunder Ernährung näherbringen. Laut der UNO wird die Weltbevölkerung bis 2050 auf neun Milliarden anwachsen und die Nachfrage nach Lebensmitteln um 70 Prozent steigen.
Insgesamt 145 Länder, darunter Österreich, nehmen an der Expo teil. Österreich zeigt mit seinem Pavillon, der mit einem Waldkosmos das Thema Luft in den Vordergrund stellt, seine Kompetenz im Bereich Energie, Technologie und Umwelt. Am Bau waren über 30 österreichische Unternehmen beteiligt.
Nach Ende der Expo sollen die Bäume des Österreich-Pavillons zu Wiederaufforstungsprojekten nach Südtirol geführt werden. Die Photovoltaik-Anlage, die den Pavillon mit erneuerbarer Energie versorgt, wird dem Lieferanten, der Firma Ökosolar aus Knittelfeld, zurückgegeben. Die Holzstruktur soll in Kärnten wiederverwendet werden.
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