Stadtbus-System mit drei Linien ab Herbst 2016 in Eisenstadt geplant

Eisenstadt (APA) - Die burgenländische Landeshauptstadt Eisenstadt soll ab Herbst 2016 drei Stadtbus-Linien erhalten. Das teilte Bürgermeist...

Eisenstadt (APA) - Die burgenländische Landeshauptstadt Eisenstadt soll ab Herbst 2016 drei Stadtbus-Linien erhalten. Das teilte Bürgermeister Thomas Steiner (ÖVP) heute, Freitag, bei einer Pressekonferenz in Eisenstadt mit. Geplant sind vorerst drei Kleinbusse, erklärte der Stadtchef. Die Kosten dürften sich laut Schätzung auf rund 200.000 bis 250.000 Euro pro Jahr für die Stadt belaufen, sagte Steiner.

„Das Ziel war, Buslinien einzurichten, die in der Lage sind, die Stadtbezirke Kleinhöflein und St. Georgen aber auch die Randlagen der Stadt mit dem Zentrum zu verbinden und umgekehrt“, berichtete Steiner. Haltestellen sollen für die Bewohner der Stadt innerhalb von 300 Metern erreichbar sein. Wo diese sich befinden werden, sei noch nicht fixiert. Die Linien seien „im Groben“ festgelegt. Auch der Preis wurde noch nicht fixiert. Man wolle aber günstige Tickets und u.a. auch ein Jahresticket anbieten, kündigte der Bürgermeister an.

Die Busse sollen von Montag bis Freitag zwischen 7 und 18 Uhr unterwegs sein. Die Linien sind siebeneinhalb bis zehn Kilometer lang, die Fahrtzeit soll sich auf etwa 20 bis 25 Minuten belaufen. Im Zentrum sollen sich die Buslinien an bestimmten Punkten kreuzen, damit die Fahrgäste die Möglichkeit zum Umsteigen haben. Weiters kündigte Steiner an, dass die Busse barrierefrei sein werden.

Laut dem Stadtchef ist der Bedarf an einem öffentlichen Verkehrsnetz in einer wachsenden Stadt wie Eisenstadt „durchaus gegeben“. Das bilde auch der Ende des Vorjahres einstimmig beschlossene Stadtentwicklungsplan „Eisenstadt 2030“ ab, an dem auch Bürger beteiligt waren. Auch das Stadtbus-System-Konzept wurde einer Gruppe von engagierten Bürgern im Vorfeld präsentiert.

Nachdem der Plan nun im Groben ausgearbeitet ist werde der Gemeinderat als weiterer Schritt in seiner nächsten Sitzung einen Grundsatzbeschluss fassen. Parallel dazu laufen die Vorbereitungen der Ausschreibung des Projektes. Sobald der Beschluss im Gemeinderat gefasst sei, könne diese erfolgen.

Die Fahrpläne des künftigen Stadtbusses werden laut Steiner „selbstverständlich“ mit jenen des Verkehrsverbund Ost-Region (VOR) abgestimmt, um optimale Bedingungen für die Bevölkerung zu schaffen. Haltestellen werde es auf jeden Fall beim Bahnhof und auch bei der gerade im Neubau befindlichen Burgenländischen Gebietskrankenkasse geben, versicherte der Bürgermeister. Das derzeit laufende Citytaxi-System werde im Übrigen bleiben. Hier solle es kein Nebeneinander sondern ein Miteinander geben.