Serbien strebt Schiedsverfahren wegen Privatisierung im Kosovo an

Belgrad/Pristina (APA) - Eine staatliche serbische Firma strebt vor dem Internationalen Schiedsgericht in Paris ein Verfahren gegen die koso...

Belgrad/Pristina (APA) - Eine staatliche serbische Firma strebt vor dem Internationalen Schiedsgericht in Paris ein Verfahren gegen die kosovarischen Behörden an. Medienberichten vom Freitag zufolge hat das Unternehmen Skijalista Srbije (Skipisten Serbiens) den kosovarischen Ministerpräsidenten Isa Mustafa von dieser Absicht informiert.

Gegenstand des Verfahrens soll der Verkauf des kosovarischen Wintersportgebietes am Brezovica-Gebirge im Süden des Landes an ein französisches Konsortium werden. Der im April abgeschlossene Verkaufsvertrag tritt dieser Tage in Kraft.

Das Wintersportzentrum in der mehrheitlich von Serben bewohnten Gemeinde Strpce (albanisch: Shterpce) wird in Serbien, das die Unabhängigkeit seiner früheren Provinz Kosovo nicht anerkennt, als eine zu Skijaliste Srbije gehörende Firma behandelt. Belgrad sieht die Privatisierung durch den Kosovo als Enteignung.

Das französische Konsortium der Firmen MDP Consulting und Compagnie des Alpes soll laut Kaufvertrag in den nächsten drei Jahren 167 Millionen Euro in das Ressort investieren.