Schweizer Staatsanwalt: Iraker planten Terroranschlag im IS-Auftrag

Bern (APA/dpa) - In der Schweiz sind vier Iraker angeklagt worden, einen Anschlag im Auftrag der Terrororganisation IS geplant zu haben. Den...

Bern (APA/dpa) - In der Schweiz sind vier Iraker angeklagt worden, einen Anschlag im Auftrag der Terrororganisation IS geplant zu haben. Den Männer im Alter von 29 bis 34 Jahren werde die Unterstützung einer kriminellen Organisation vorgeworfen, teilte die Schweizer Bundesstaatsanwaltschaft am Freitag mit. Einzelheiten zu dem mutmaßlich geplanten Terroranschlag nannte sie nicht.

Bei den Ermittlungen arbeite die Schweiz mit den USA und weiteren Ländern zusammen. Drei der Männer waren im Frühjahr 2014 verhaftet worden. Einer von ihnen soll 2011 in Syrien Kontakte mit der Vorgängerorganisation des „Islamischen Staates“ (IS) geknüpft haben. Nach seiner Einreise in die Schweiz 2012 habe er gemeinsam mit den anderen Pläne für Attentate ausgearbeitet, zu denen sich der IS bekennen sollte.

Die Gruppe half laut Staatsanwaltschaft bei der Schleppung weiterer IS-Anhänger nach Europa. Sie habe außerdem Koordinationsaufgaben für den IS ausgeführt, Propaganda betrieben und anderen Extremisten operative Ratschläge erteilt. Im Juli 2015 wurde das Strafverfahren auf einen vierten Beschuldigten ausgedehnt, der nach Syrien gereist sei, um dem IS Funkgeräte zu bringen.