Telekom Austria - Analysten erwarten wegen CEE-Schwäche mäßiges Q3

Wien (APA) - Die Telekom Austria dürfte im dritten Quartal 2015 laut Analysten vor allem wegen des schwächelnden Osteuropa-Geschäfts weniger...

Wien (APA) - Die Telekom Austria dürfte im dritten Quartal 2015 laut Analysten vor allem wegen des schwächelnden Osteuropa-Geschäfts weniger verdient und umgesetzt haben als noch im Vorjahr. Die von der APA befragten Experten von Barclays, Erste Group und UBS rechnen mit einem durchschnittlichen Betriebsergebnis von 173,1 Mio. Euro, und damit um 13 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum 2014.

Für das beschauliche Zahlenwerk dürfte laut den Experten einmal mehr die Situation im zentral- und südosteuropäischen Raum (CEE) verantwortlich sein. „Am stärksten betroffen ist Weißrussland, dort wird ein Umsatzminus von 19 Prozent wegen Währungseffekten erwartet. Auch in Bulgarien und Kroatien belasten der harte Wettbewerb und die ökonomische Gesamtsituation“, erklärt Erste Group-Analystin Vera Sutedja. Positiv fällt ihre Prognose für das Geschäft in Österreich aus. Hier rechnet die Analystin mit einem Umsatzplus von 2,2 Prozent, vor allem der „High Value“-Bereich dürfte gewachsen sein.

So wird auch das bereinigte EBITDA im Konsensus um zehn Prozent schwächer erwartet, und liegt bei 375,4 Mio. Euro, nach 415 Mio. Euro in der Vorjahresperiode. Der prognostizierte Nettogewinn liegt im Mittel um neun Prozent tiefer bei 116,2 Mio. Euro (3. Quartal 2014: 128 Mio. Euro). Der geschätzte Umsatz liegt um zwei Prozent tiefer bei durchschnittlich 1.027,7 Mio. Euro.

Die Analysten der UBS rechnen mittelfristig damit, dass die Performance der Telekom in Österreich unter anderem von den neuen „virtuellen Netzbetreibern“ (MVNOs) erschwert wird, die mit einer aggressiven Preispolitik in den Markt einsteigen. Einen weiteren Belastungsfaktor stellen ihrer Ansicht nach die gestiegenen Kundenakquisitionskosten dar, mit denen die Telekom ihre Premiumposition am Markt halten will. Zudem bewerten auch die UBS-Analysten die CEE-Situation als weiterhin „herausfordernd“.

Telekom Austria - Analystenschätzungen für das dritte Quartal 2015 in Mio. Euro:

~ Telekom Austria Barclays Erste UBS Mittel Vorjahr Veränderung Umsatz 1036,0 1025,0 1022,0 1027,7 1049,0 -2% EBITDA bereinigt 376,0 380,1 370,0 375,4 415,0 -10% Betriebsergebnis 173,0 173,1 n.v. 173,1 200,0 -13% Jahresüberschuss 114,0 118,30 n.v. 116,2 128,0 -9% ~

~ ISIN AT0000720008 WEB http://www.telekomaustria.com ~ APA374 2015-10-16/14:51