Türkei hat sich „mehr Zusagen vom EU-Gipfel erwartet“
Brüssel (APA) - Die Türkei ist unzufrieden mit der EU-Gipfeleinigung auf einen Aktionsplan mit Ankara zur gemeinsamen Bewältigung der Flücht...
Brüssel (APA) - Die Türkei ist unzufrieden mit der EU-Gipfeleinigung auf einen Aktionsplan mit Ankara zur gemeinsamen Bewältigung der Flüchtlingskrise. Die Türkei „hat sich mehr Zusagen vom EU-Gipfel erwartet“, teilte die türkische EU-Delegation in Brüssel auf „Twitter“ mit.
Der Gipfel sei hinter den Erwartungen „zurückgeblieben“, aber die Türkei sei „gewillt, voll zu arbeiten, bis die EU liefert. Nur dann wird der Aktionsplan operativ werden“, heißt es in dem Tweet weiter.
Die europäischen Staats- und Regierungschefs haben der Türkei für eine bessere Grenzsicherung, Rücknahme und Registrierung von Flüchtlingen im Gegenzug eine rasche Visafreiheit und Fortschritte im EU-Beitrittsprozess in Aussicht gestellt. Auch erklärten sich die EU und ihre Mitgliedstaaten bereit, „die Zusammenarbeit mit der Türkei zu verstärken und ihr politisches und finanzielles Engagement in dem vorgegebenen Rahmen wesentlich auszubauen“.
Die Türkei will von der EU zusätzliches frisches Geld in Höhe von bis zu drei Milliarden Euro. Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat der Türkei im Gegenzug für eine Kooperation in der Flüchtlingsfrage Milliardenzahlungen in Aussicht gestellt. Merkel besucht am Sonntag die Türkei.
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