Flüchtlinge - Tschechiens Präsident: Bringen Scharia nach Europa

Prag (APA/dpa) - Der tschechische Präsident Milos Zeman hat islamischen Flüchtlingen vorgeworfen, sich nicht an die Gesetze des Gastlandes z...

Prag (APA/dpa) - Der tschechische Präsident Milos Zeman hat islamischen Flüchtlingen vorgeworfen, sich nicht an die Gesetze des Gastlandes zu halten. „Sie werden das Scharia-Recht befolgen, das heißt untreue Ehefrauen werden gesteinigt, und Verbrechern werden die Hände abgehackt“, sagte das Staatsoberhaupt nach Angaben der Agentur CTK am Freitag bei einem Treffen mit Bürgern in der Gemeinde Lechotice.

Die Scharia (Sharia) ist das religiöse Gesetz des Islam und basiert auf dem Koran. Frauen der Flüchtlinge müssten Zeman zufolge die Burka tragen. „Ich kann mir Frauen vorstellen, bei denen das eine Verbesserung wäre, aber nur wenige“, fügte der 71-Jährige hinzu.

Zeman ist für seine provokanten Äußerungen bekannt. Unterdessen ziehen die meisten Flüchtlinge an Tschechien vorbei: Die Ausländerpolizei des Landes teilte am Freitag mit, in den ersten neun Monaten des Jahres hätten 1115 Menschen Asylanträge gestellt. Die meisten der Schutzsuchenden stammten aus der Ukraine, Kuba und Syrien. Im gesamten Vorjahr hatte es 1156 Anträge gegeben.

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