Innenminister nach Attentat in Köln: Anzeichen für politisches Motiv
Köln (APA/dpa/AFP) - Nordrhein-Westfalens Innenminister Ralf Jäger (SPD) sieht nach dem Attentat auf die Kölner Oberbürgermeisterkandidatin ...
Köln (APA/dpa/AFP) - Nordrhein-Westfalens Innenminister Ralf Jäger (SPD) sieht nach dem Attentat auf die Kölner Oberbürgermeisterkandidatin Henriette Reker „erste Anzeichen für eine politisch motivierte Tat“. Die Ermittlungen der Kölner Polizei und des Landeskriminalamtes liefen mit Hochdruck, erklärte er am Samstag. Auch der NRW-Verfassungsschutz sei mit eingebunden.
„Die Polizei setzt alles daran, die Hintergründe dieser Tat so schnell wie möglich aufzuklären.“ Nach übereinstimmenden Medienberichten hatte der 44-jährige Angreifer als Motiv die deutsche Flüchtlingspolitik genannt.
Die 58-jährige Reker war am Samstag um kurz nach 9.00 Uhr an einem CDU-Informationsstand auf einem Wochenmarkt im Kölner Stadtteil Braunsfeld von einem Angreifer mit einem Messer schwer verletzt worden. Sie wurde vom Rettungsdienst in ein Kölner Krankenhaus gebracht und nach Angaben der Stadtverwaltung dort notoperiert.
„Nach ersten Erkenntnissen besteht keine Lebensgefahr“, hieß es in der Mitteilung der Stadt. Bei dem Attentat wurden vier weitere Menschen verletzt. Die Polizei nahm den mutmaßlichen Täter umgehend fest. Es soll sich um einen 44-jährigen Mann handeln, der nach Medienberichten auf Augenzeugen einen verwirrten Eindruck gemacht haben soll. Angeblich gab er demnach an, die Tat wegen der Flüchtlingspolitik von Reker begangen zu haben. Polizei und Staatsanwaltschaft wollen sich am Nachmittag zum Stand der Ermittlungen äußern.
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