Flüchtlinge - De Maiziere besorgt über Radikalisierung

Berlin (APA/dpa) - Nach dem Attentat auf die Kölner Oberbürgermeisterkandidatin Henriette Reker hat sich der deutsche Innenminister Thomas d...

Berlin (APA/dpa) - Nach dem Attentat auf die Kölner Oberbürgermeisterkandidatin Henriette Reker hat sich der deutsche Innenminister Thomas de Maiziere (CDU) besorgt über zunehmende Gewalt in der Flüchtlingsdebatte gezeigt. „Dieser feige Anschlag in Köln ist ein weiterer Beleg für die zunehmende Radikalisierung der Flüchtlingsdebatte“, teilte de Maiziere am Samstag mit.

Er sei schon „seit langem besorgt über die hasserfüllte Sprache und gewalttätigen Aktionen“. Flüchtlinge, Helfer, Ehrenamtliche und Politiker würden angegriffen.

De Maiziere rief alle Bürger auf, sich sachlich an der Diskussion über die Aufnahme von Flüchtlingen in Deutschland zu beteiligen. „Nicht nur der Rechtsstaat muss hier mit voller Konsequenz reagieren, sondern die gesamte Gesellschaft ist aufgefordert, ein klares Zeichen gegen jede Form der Gewalt zu setzen.“ Die „abscheuliche Messerattacke“ auf Reker sei auch „ein Angriff auf unsere Demokratie und unsere weltoffene Gesellschaft“.

Ein 44-jähriger Mann hatte die parteilose Reker am Samstag auf einem Wochenmarkt mit einem Messer angegriffen. Die Polizei geht nach ersten Aussagen des Angreifers von fremdenfeindlichen Motiven aus. Reker ist als Kölner Sozialdezernentin auch für die Unterbringung von Flüchtlingen zuständig.

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