Flüchtlinge - Neuankünfte in Finnland werden weniger
Helsinki (APA) - Der Zuwanderung von Asylsuchenden nach Finnland ist in der vergangenen Woche sukzessive zurückgegangen. Die Polizei in der ...
Helsinki (APA) - Der Zuwanderung von Asylsuchenden nach Finnland ist in der vergangenen Woche sukzessive zurückgegangen. Die Polizei in der nördlichen Grenzstadt Tornio meldete am Samstag erstmals seit Beginn der Registrierungen am 22. September weniger als 100 Ankömmlinge. Die Polizei wird an der Grenze zu Schweden bei der Entgegennahme von Flüchtlingen von der Armee unterstützt.
Die Regierung in Helsinki hatte ebenfalls Ende September beschlossen, die Sicherheitslage in den Herkunftsländern Irak und Somalia einer Neubewertung zu unterziehen und die Genehmigung von Asyl von Menschen aus diesen Ländern vorerst auszusetzen. Etwa zur selben Zeit kam es in mehreren Gegenden Finnlands zu Kundgebungen und einigen Ausschreitungen gegen ankommende oder durchreisende Flüchtlinge. Finnland galt bisher vor allem für Flüchtlinge aus diesen Ländern als vergleichsweise verlässliches Asylland.
Die rechtspopulistischen „Wahren Finnen“ stellen in Helsinki unter anderem den Außen- und den Innenminister (Timo Soini, beziehungsweise Petteri Orpo). Während sich der zentristische Regierungschef Juha Sipilä für eine europäische Lösung mit obligatorischen Flüchtlingsquoten bereit zeigt, blockieren die „Wahren Finnen“ bisher einen entsprechenden Kabinettsbeschluss.
Am vergangenen Mittwoch hatte die finnische Regierung ihre Flüchtlingsprognose für 2015 von 50.000 auf 30.000 - 35.000 Menschen zurückgesetzt. Für die kommenden Jahre erwartet Staatspräsident Sauli Niinistö indes ein mittelfristiges Ansteigen des Flüchtlingszustroms.
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