Papst rief zu Ende der Gewalt im Heiligen Land auf

Vatikanstadt (APA) - Der Papst hat sich wegen der Gewalt im Heiligen Land sehr besorgt gezeigt. „In diesem Moment braucht man viel Mut und S...

Vatikanstadt (APA) - Der Papst hat sich wegen der Gewalt im Heiligen Land sehr besorgt gezeigt. „In diesem Moment braucht man viel Mut und Seelenstärke, um Hass und Rache ‚Nein‘ zu sagen und Gesten des Friedens zu unternehmen“, sagte der Heilige Vater beim Angelusgebet am Sonntag.

Der Papst rief Regierungschefs und Bürger auf, Mut aufzubringen, um konkrete Schritte der Entspannung zu unternehmen und sich gegen Gewalt zu stemmen. „Im heutigen Nahost-Kontext ist es mehr denn je notwendig, dass es im Heiligen Land zum Frieden kommt. Das verlangen Gott und der Wohl der Menschheit“, sagte der Papst am Ende der Messe, bei der er vier neue Heilige zur Ehre der Altäre erhob. An der Messe nahmen mehrere zehntausend Gläubige teil.

Angesichts der Menschen, die sich eifrig um Macht und Erfolg bemühen, sei der Christ aufgerufen, das Gegenteil zu tun, sagte der Papst. „Wer den anderen dient und wirklich kein Ansehen genießt, übt in der Kirche die wahre Autorität aus. Jesus lädt uns ein, eine andere Mentalität anzunehmen und von der Gier nach Macht zu der Freude überzugehen, in den Schatten zu treten und zu dienen; den Instinkt des Herrschens über die anderen auszurotten und die Tugend der Demut zu üben“, sagte Franziskus.

Die vier am Sonntag Heiliggesprochenen hätten mit außergewöhnlicher Demut und Liebe ihren Mitmenschen gedient und so Gott nachgeahmt. Die heiligen Eheleute Louis Martin und Marie-Azelie Guerin, Eltern der heiligen Therese von Lisieux, hätten den christlichen Dienst in der Familie gelebt, indem sie Tag für Tag eine Umgebung voller Glauben und Liebe aufbauten. In diesem Klima seien die Berufungen ihrer Töchter aufgekeimt, darunter auch die der heiligen Therese.

Franziskus sprach am Sonntag auch den italienischen Priester Vincenzo Grossi (1845-1917) und die spanischen Ordensfrau Maria Isabella Salvat Romero (1926-1998) heilig. Grossi gründete 1885 das „Institut der Schwestern des Oratoriums“, das er besonders in den Dienst bedürftiger Jugendlicher stellte. Romero war seit 1977 langjährige Generaloberin der Schwestern der Gesellschaft vom Kreuz.