Abschied für Mayr-Achleitner, Pawljutschenkowa holt Linz-Titel
Das neue Siegergesicht des Generali Ladies in Linz heißt Anastasia Pawljutschenkowa. Die 24-jährige Russin setzte sich gegen die Deutsche Anna-Lena Friedsam 6:4,6:3 durch.
Linz – Sie war Nummer 70 der Welt, stand 2011 im Finale von Bad Gastein und dem österreichischen Fed-Cup-Team immer zur Verfügung. Patricia Mayr-Achleitner hat nun aber drei Wochen vor ihrem 29. Geburtstag endgültig den Schlussstrich unter ihre WTA-Karriere gezogen. Am Sonntag wurde sie beim Generali Ladies in Linz verabschiedet.
Pawljutschenkowa siegt
Das neue Siegergesicht des Generali Ladies in Linz heißt Anastasia Pawljutschenkowa. Die 24-jährige Russin, die schon im Viertelfinale des 25. Jubiläums-Tennisturniers die letzte verbliebene Gesetzte gewesen war, setzte sich am Sonntag im Endspiel des mit 250.000 Dollar dotierten Generali Ladies gegen die Deutsche Anna-Lena Friedsam mit 6:4,6:3 durch.
Für die Nummer 29 der Welt war es der insgesamt achte WTA-Titel bzw. der erste in diesem Jahr, der ihr einen Siegerscheck in Höhe von 43.000 US-Dollar brachte. Friedsam, die erstmals auf der WTA-Tour in einem Endspiel stand, musste sich mit 21.400 Dollar trösten. Pawljutschenkowa ist die erste russische Siegerin in Linz seit Maria Scharapowa 2006.
Die mittlerweile auf Rang 315 zurückgefallene Tirolerin musste letztlich wegen ihres körperlichen Zustands den Schläger ins Eck stellen. „Ich habe untere Rückenprobleme und das schon seit einem Jahr. Es hört einfach nicht auf. Ich gehe jedes Monat zum Arzt spritzen. Man muss einfach auf die Zeichen vom Körper reagieren und sagen, es hat keinen Sinn mehr“, konstatierte Mayr-Achleitner.
Zuvor war sie auf dem Platz mit einem Blumenstrauß, einer Torte und einer Jubiläums-Silbermedaille von Turnierdirektorin Sandra Reichel, Ex-Weltklassespielerin Barbara Schett und ÖTV-Präsident Robert Groß verabschiedet worden. Ihren sportlichen Abschied hatte Mayr-Achleitner am vergangenen Samstag mit einem Erstrunden-Aus in der Qualifikation gegeben. „Das Schönste war für mich immer der Fed Cup und die Turniere in Österreich“, blickte Mayr-Achleitner, die angab, keinen einzigen Fed Cup für Österreich ausgelassen zu haben, zurück.
Die Tirolerin möchte dem Tennis erhalten bleiben. „Sicher. Hoffentlich viel in der Jugend-Arbeit, das würde mir sehr Spaß machen.“ Sie träumt u.a. von einer eigenen Akademie und hat da auch schon ihre Fühler ausgestreckt. Die Situation im österreichischen Damen-Tennis sieht Mayr-Achleitner zuversichtlich. „Wir haben für die Größe unseres Landes gute zehn, 15 Jahre gehabt. Jetzt sieht es vielleicht nicht so gut aus, aber es kommen wieder bessere Zeiten, Potenzial haben wir.“
Finanziell ist sie mit fast einer Million Dollar Karriere-Preisgeld brutto sowie Sponsoren zumindest abgesichert. Zudem hat sie sich in diesem Jahr auch die WTA-Pension erspielt. „Ich war immer sehr sparsam und habe recht gut verdient. Aber ich lege mich nicht auf die Couch und mache Jahre lang nichts“, sagte Mayr-Achleitner. (APA)
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