Fanning wurde nach Kampf mit Hai unfreiwillig zur Werbefigur

Die Fast-Food-Kette Kentucky Fried Chicken spielte die Attacke des Hais auf den Surfprofi nach. Das kam beim Sportler selbst nicht gut an.

Unvermittelt tauchte der Hai hinter Surf-Weltmeister Mick Fanning auf. Der Australier hatte Riesenglück.
© Reuters

Sydney - Der australische Surfprofi Mick Fanning ist nach seinem spektakulären Kampf mit einem Hai unfreiwillig zur Werbefigur geworden. „Ich finde das sehr respektlos“, sagte Fannings Mutter Elizabeth Osborne. In einem Video der Imbisskette Kentucky Fried Chicken wird die Attacke des Hais nachgespielt, am Ende hebt ein Surfer einen animierten Hai hoch und wirbelt ihn durch die Luft.

Der Spot wecke schlimme Erinnerungen bei allen Opfern von Hai-Angriffen, sagte Osborne am Montag der Mediengruppe Fairfax. „Einige Familien haben Tote zu beklagen, Menschen wurden verstümmelt und haben Gliedmaßen verloren.“ Ihr Sohn sei „ganz und gar nicht“ einverstanden mit der in Südafrika ausgestrahlten Werbung. Der Surf-Weltverband habe rechtliche Schritte eingeleitet. Auch die KFC-Leitung in Australien distanzierte sich von der Videomontage. „Die ist nicht die Art von Werbung, die wir hier (in Australien) zeigen würden“, sagte ein Unternehmenssprecher.

Der Überlebenskampf des dreifachen Surf-Weltmeisters hatte weltweit Schlagzeilen gemacht. Fanning war Ende Juli während eines vom Fernsehen live übertragenen Wettkampfs in Südafrika von einem Hai angegriffen worden. Das Tier stieß den Surfer vom Brett. Fanning schlug um sich, kurz darauf wurde der Wellenreiter von Rettungshelfern auf einen Jet-Ski gezogen. (APA)


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