Feuerwehrhaus bleibt weiterhin heißes Thema
Rund um die Planungsvergabe für das neue Tulfer Feuerwehrhaus wurde im Gemeinderat noch einmal intensiv über die Standortfrage debattiert.
Tulfes – Der Grundsatzbeschluss für den Standort des neuen Tulfer Feuerwehrhauses fiel schon im August: Damals stimmten die Bauernbundliste von BM Josef Gatt und die AAB-Gemeinschaftsliste mit 7:6-Mehrheit dafür, an der Stelle des ehemaligen Gemeindeamtes, in dem auch die Feuerwehr untergebracht ist, einen Neubau zu errichten. Die FPÖ und „Gemeinsam für Tulfes“ sprachen sich gegen diesen Standort aus. In der jüngsten Gemeinderatssitzung ging es eigentlich „nur“ um die Vergabe der Planung – dennoch kam es noch einmal zu einer hitzigen Grundsatzdiskussion.
Die Liste „Gemeinsam für Tulfes“ erneuerte ihre Forderung nach einem Alternativstandort. „Wir sind nicht gegen die Feuerwehr, im Gegenteil, wir wollen für euch einen besseren Platz“, meinte GR Christian Arnold in Richtung der Feuerwehrabordnung im Sitzungssaal. Das Grundstück im Dorfzentrum sei mit 301 Quadratmetern einfach zu klein, um die Wehr adäquat unterzubringen – oder gar auf künftige Erweiterungen Rücksicht zu nehmen. Seine Liste verwies einmal mehr auf ein westlich des Dorfes gelegenes Grundstück, das vor elf Jahren um 200.000 Euro angekauft wurde. „Dort ließen sich Feuerwehrgebäude und Bauhof kombinieren und auch Synergien mit der Gemeinde Rinn nützen“, so Gemeindevorstand Martin Wegscheider im TT-Gespräch. Aber der Bürgermeister habe sich den Ein-Mio.-Euro-Neubau im Zentrum „in den Kopf gesetzt“ und wolle ihn „mit Gewalt noch in dieser Periode umsetzen“.
Vize-BM Franz Nock (AAB) sprach sich klar gegen den Standort außerhalb des Dorfes aus. „Dieses Grundstück liegt in einer Grünzone, auch vom Land gibt es negative Stellungnahmen. Allein die Erschließung würde 350.000 Euro kosten.“ Gerade wegen der Erreichbarkeit sei der zentrale Standort am besten geeignet, zumal auch der Feuerwehrausschuss dafür sei. BM Gatt erinnerte zudem daran, dass die Standortentscheidung ja bereits gefallen sei.
Am Ende wurde die Planung mit den Stimmen von Bauernbund und AAB ans Büro Peer vergeben. Ein Antrag von „Gemeinsam für Tulfes“, Angebote von weiteren Planern einzuholen, wurde abgelehnt. (md)
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