Weniger Neuwagenkäufe in der Schweiz für 2016 prognostiziert
Basel (APA/sda) - Der Schweizer Autohandel muss 2016 den Gürtel enger schnallen. Das Forschungsinstitut Bakbasel prognostiziert einen Rückga...
Basel (APA/sda) - Der Schweizer Autohandel muss 2016 den Gürtel enger schnallen. Das Forschungsinstitut Bakbasel prognostiziert einen Rückgang der Neuwagenverkäufe um 8,1 Prozent. Die Gebrauchtwagenverkäufe dürften noch um 0,5 Prozent zulegen. Grund ist die Sättigung.
Für die trübe Prognose macht Bakbasel das langsame Erstarken des Euro gegenüber dem Franken wegen des Aufschwungs im Euroraum verantwortlich, wie das Institut in seinem im Auftrag des Auto Gewerbe Verbands Schweiz verfassten Ausblick am Dienstag schreibt.
Mit der erstarkten Gemeinschaftswährung verschwinden die Preisnachlässe im heimischen Autohandel. Zudem führen die im laufenden Jahr durch die Vergünstigungen beflügelten Neuzulassungen zu einer Sättigung.
Nach 323.000 Neuzulassungen im laufenden Jahr dürften es 2015 nur 297.000 Fahrzeuge sen. Am Gebrauchtwagenmarkt macht sich die Tendenz später bemerkbar, Bakbasel rechnet noch mit einer Zunahme um ein halbes Prozent.
2015 kann der Autohandel indessen punkto Stückzahlen nicht klagen. Die merklich abgekühlte Konjunktur bekommen sie kaum zu spüren, stellt Bakbasel fest. Der Wegfall des Euro-Mindestkurses hatte im Autohandel deutlich sinkende Preise für neue Personenwagen zur Folge. Die Währungsrabatte und gesunkenen Listenpreise ließen die Neuwagenverkäufe nach oben schnellen.
Nach kurzer Absatzabnahme zu Jahresbeginn reagierten die Autoverkäufer im Jänner schnell und ein Nachfrageansturm setzte ein. Zwischen Jänner und September resultierte so ein Absatzplus von 9,3 Prozent. Im vierten Quartal dürfte sich das leicht abkühlen wegen des starken Vorjahresquartals.
Bakbasel geht 2015 von rund 323.000 in Verkehr gesetzten Neuwagen aus, ein Plus von 6,9 Prozent gegenüber 2014.
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