Umfrage: Unternehmer sind wichtig, aber nur wenige wollen einer sein

Linz/Wien (APA) - 80 Prozent der Österreicher halten es für wichtig, dass es Menschen gibt, die Unternehmen gründen bzw. übernehmen. Aber nu...

Linz/Wien (APA) - 80 Prozent der Österreicher halten es für wichtig, dass es Menschen gibt, die Unternehmen gründen bzw. übernehmen. Aber nur ein Viertel kann sich vorstellen, das selbst zu tun. Das wichtigste Argument für eine Unternehmensgründung ist demnach, sein eigener Chef zu sein, am meisten dagegen spricht das hohe Konkursrisiko. Das ist das am Donnerstag veröffentlichte Ergebnis einer IMAS-Umfrage.

Die Meinungsforscher interviewten 1.000 Österreicher über 16 Jahre. Die Frage, ob sie sich vorstellen können, ein Unternehmen zu gründen, beantworteten nur 25 Prozent mit Ja, 60 Prozent mit Nein. Zehn Prozent entschlugen sich und sechs Prozent gaben an, bereits eine Firma zu haben.

Von jenen, die keinesfalls Unternehmer werden wollen, führten 34 Prozent das hohe finanzielle Risiko ins Treffen. Zu wenig Startkapital (14 Prozent) oder die große Verantwortung (12 Prozent) sind ebenfalls noch wichtige Gründe, ebenso Bürokratie oder, dass wenig Zeit für Familie und Freizeit bleibt (beides 10 Prozent).

Um die Motive, die für eine Unternehmensgründung sprechen, zu beleuchten, zog IMAS nur jene Personen heran, die sich das vorstellen können oder bereits eine Firma haben. Als häufigster Beweggrund für die Selbstständigkeit wurde genannt, dass man „sein eigener Chef sein“ wolle (48 Prozent), gefolgt von Selbstverwirklichung (26 Prozent) und Unabhängigkeit (23 Prozent). Die Stärkung der Wirtschaft (6 Prozent) oder die Schaffung von Arbeitsplätzen (5 Prozent) rangierten nur im unteren Mittelfeld.

(Grafik 1252-15, Format 88 x 110 mm)

~ WEB http://www.imas.at/ ~ APA133 2015-11-05/10:00