Tirol im 007-Fieber

„Spectre“-Premiere: Bonds Stimme ließ Fans Atem anhalten

Dietmar Wunder (r.), Daniel Craigs Synchronstimme in „Spectre“, mit Osttirol-Werber Franz Theurl.
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Craigs Synchronsprecher kam zur Bond-Premiere nach Lienz. In Innsbruck sahen TT-Leser „Spectre“.

Innsbruck, Lienz – Wenn Daniel Craig im Film die berühmten Worte „Mein Name ist Bond, James Bond“ sagt, so tut er das in der deutschen Version mit der Stimme von Dietmar Wunder. Und genau diese Stimme bekamen die Besucher der Bond-Premiere in Lienz am Donnerstagabend nicht nur von der Leinwand, sondern im Original zu hören.

Dietmar Wunder war nämlich Überraschungsgast im Lienzer CineX. Bond leibhaftig – diesen Eindruck gewann das Premierenpublikum, als Wunder sich aus dem Off in die Begrüßungsrede der Moderatorin einklinkte. Dann trat der 49-jährige Deutsche unter tosendem Applaus herauf vor die Leinwand.

Von allen 007-Streifen, in denen der Schauspieler und Regisseur aus Berlin Daniel Craig seine Stimme lieh, bezeichnet er „Skyfall“ als „sehr gelungen“. „Da geht es ein wenig ins Persönliche der Figur James Bond. Das wird in ,Spectre’ auch fortgesetzt.“

Herausforderung für Wunder ist das überaus elegante und gepflegte Oxford-Englisch, das Daniel Craig in den Originalversionen spricht. „Ich versuche, das auf Deutsch so gut wie möglich umzusetzen“, erzählte er dem Publikum in Lienz. Unter den Gästen befanden sich übrigens auch zahlreiche Helfer und Komparsen aus Obertilliach und Umgebung, die bei den Dreharbeiten im Vorjahr im Einsatz gewesen sind.

Dass für den neuen Bond-Film so viele Szenen in Tirol gedreht wurden, dürfte auch Grund dafür gewesen sein, dass am Donnerstagabend in Innsbruck ebenfalls die Kinos gestürmt wurden. Darunter 160 TT-Leser, die die Eintrittskarten im Rahmen eines Gewinnspiels der TT gewonnen hatten.

Die ersten Reaktionen nach dem zweieinhalbstündigen Streifen: Dass in Tirol gedreht wurde, würden wohl nur Tiroler wissen. Und auch für den zweiten österreichischen „Beitrag“ zum Bond-Film – den zweifachen Oscar-Preisträger Christoph Waltz – hätte man sich anderes vorgestellt. „Sein Auftritt als Bösewicht war viel zu kurz“, so ein Kommentar. (co/i.r.)

Schlange stehen für 007 im Innsbrucker Metropol.

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Im Kinosaal knisterte es vor der Vorstellung vor Spannung.

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Und auch in Lienz füllte sich der Saal mit zahlreichen Bond-Fans.

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Dietmar Wunder (r.), Daniel Craigs Synchronstimme in "Spectre", mit Osttirol-Werber Franz Theurl.

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Ganz im Stil von James Bond gönnten sich Dietmar Wunder und Franz Theurl einen Martini vor der Premiere.

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Und auch ein traditionelles Schnapsl, eingeschenkt von den Marketenderinnen der Schützenkompanie Lienz, wurde getrunken.

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700 geladene Gäste kamen zur Premiere im Lienzer CineX.

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Helmut Egartner (Obertilliach): „Ich habe selbst als Statist mitgespielt, das war sehr aufregend. Ich finde, Obertilliach kommt im Film besser zur Geltung als Sölden.“

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Nina Pfurner (Nußdorf-Debant): „Der Film war sehr gut. Man erfährt auch etwas zum Hintergrund von Bond selbst, und es gibt einen Zusammenhang mit früheren Filmen.“

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Anton Goller (Kartitsch): „Die Aufnahmen im neuen Bond sind gewaltig, man sieht, wie viel Geld dahintersteckt. Man sieht so viel von Osttirol, wie ich mir erwartet habe.“

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Roswitha Eller (Innsbruck): „Der Film hat mir überhaupt nicht gefallen, er hat einfach keine Handlung gehabt. Monica Bellucci als Bond-Girl war gut, aber ihr Auftritt zu kurz."

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Udo Eller (Innsbruck): „Die letzten Bond-Filme mit Daniel Craig haben mir besser gefallen – im aktuellen Streifen ist mir nämlich die Handlung zu einfach gestrickt.“

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Thomas Höllwarth (Kematen): „Namentlich ist Österreich in dem neuen Bond lediglich mit Altaussee vorgekommen. Nur Insider können wissen, dass auch in Tirol gedreht wurde.“

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