Serbien nun um Aufschiebung der UNESCO-Aufnahme des Kosovo bemüht
Belgrad/Prishtina (Pristina) (APA) - Serbien, das seit Wochen eine intensive diplomatische Kampagne gegen die Aufnahme des Kosovo in die UNO...
Belgrad/Prishtina (Pristina) (APA) - Serbien, das seit Wochen eine intensive diplomatische Kampagne gegen die Aufnahme des Kosovo in die UNO-Kulturorganisation UNESCO führt, ist nun um deren Aufschiebung um zwei Jahre bemüht. Dies berichtete der staatliche Sender RTS heute, Freitag, unter Berufung auf den serbischen Botschafter bei der UNO-Organisation, Darko Tanaskovic.
Nach seinen Worten wird Serbien der UNESCO-Generalkonferenz, die über die Aufnahme des Kosovo am Montag entscheiden soll, vorschlagen, die Debatte und die Abstimmung darüber um zwei Jahre bis zum nächsten Treffen im Jahr 2017 aufzuschieben. Eine „zunehmende Zahl von Staaten hat ein offenes Ohr für diese konstruktive Idee“, meinte Tanaskovic. Sollte die Idee in der Generalkonferenz von einer einfachen Mehrheit der Teilnehmerstaaten unterstützt werden, wird die Abstimmung verschoben.
Die UNESCO-Generalkonferenz, die aus 195 Mitgliedsstaaten besteht, soll mit einer Zweidrittelmehrheit über die Aufnahme des Kosovo entscheiden. 111 UNESCO-Mitgliedstaaten haben die frühere serbische Provinz als Staat anerkannt.
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