Frankfurter Rentenmarkt tendiert fester
Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Nach enttäuschenden Zahlen zur Produktion in Deutschland haben die Bundesanleihen am Freitag zugelegt. Der...
Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Nach enttäuschenden Zahlen zur Produktion in Deutschland haben die Bundesanleihen am Freitag zugelegt. Der richtungweisende Euro-Bund-Future stieg zum Mittag um 0,13 Prozent auf 156,47 Punkte. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen sank wieder unter die Marke von 0,6 auf 0,59 Prozent.
Ein überraschender Rückgang der Produktion deutscher Unternehmen ließ die Anleger verstärkt als sicher geltende Staatspapiere aufsuchen. Im produzierenden Gewerbe ist die Produktion nach vorläufigen Daten im Vormonatsvergleich saisonbereinigt um 1,1 Prozent zurückgegangen. Es war der zweite Rückgang in Folge. Experten hatten mit einem Anstieg um 0,5 Prozent gerechnet. Die schlechten Signale von der deutschen Wirtschaft häufen sich: Zuvor hatten die Industrieunternehmen bereits überraschend zum dritten Mal in Folge sinkende Auftragseingänge verzeichnet.
Im weiteren Tagesverlauf könnte am Rentenmarkt vor allem der offizielle US-Arbeitsmarktbericht für Bewegung sorgen, weil er wichtige Signale für die anstehende Dezembersitzung der US-Notenbank Fed senden könnte. Zuletzt sind die Erwartungen für eine Zinswende noch in diesem Jahr wieder gestiegen. Die Wahrscheinlichkeit wird am Markt zurzeit auf 56 Prozent geschätzt.
„Die Fed ist für Dezember auf Zinserhöhungskurs, solange es datenseitig keine negative Überraschung gibt“, schreibt Ralf Umlauf, Analyst bei der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Mit dämpfenden Signalen vom Arbeitsmarktbericht am Freitag geht er jedenfalls nicht aus. Jan Bottermann, Analyst bei der National-Bank, sieht das ähnlich. „Erwartet wird, dass die Arbeitslosenquote weiter sinkt und der Fed möglicherweise die argumentative Munition für den Dezembertermin geliefert wird.“
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