Haftstrafen in Thailand wegen Granatenangriffs vor Militärputsch
Bangkok (APA/AFP) - Ein Gericht in Thailand hat am Freitag zwei Männer zu jeweils gut 43 Jahren Haft verurteilt, die mit einem Granatenansch...
Bangkok (APA/AFP) - Ein Gericht in Thailand hat am Freitag zwei Männer zu jeweils gut 43 Jahren Haft verurteilt, die mit einem Granatenanschlag im März vergangenen Jahres den Militärputsch im Land mit ausgelöst haben sollen. Das Gericht in der Hauptstadt Bangkok sah ausreichend Beweise, die teils auf Zeugenaussagen beruhten, gegen die Männer.
Nach Überzeugung der Richter gehören die Verurteilten zu den sogenannten Rothemden, welche die frühere Regierungschefin Yingluck Shinawatra sowie ihren Amtsvorgänger und Bruder Thaksin Shinawatra unterstützen. Die beiden Männer hatten am 7. März 2014 in Bangkok eine Granate in eine Menge von Regierungsgegnern geschossen. Es gab zwar weder Tote noch Verletzte, der Anschlag galt aber als einer der Auslöser für den Militärputsch. Die thailändische Armee übernahm nach monatelangen politischen Unruhen mit fast 30 Toten am 22. Mai die Macht in dem südostasiatischen Land. Yingluck war zuvor bereits abgesetzt worden. Im kommenden Jahr soll es Neuwahlen geben.
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