Zürcher Börse schließt knapp behauptet

Zürich (APA/dpa-AFX) - Der Schweizer Aktienmarkt hat am Freitag leicht nachgegeben. Der Swiss Market Index (SMI) beendete den Handelstag mit...

Zürich (APA/dpa-AFX) - Der Schweizer Aktienmarkt hat am Freitag leicht nachgegeben. Der Swiss Market Index (SMI) beendete den Handelstag mit einem Minus von 0,22 Prozent bei 8.970,27 Punkten. Im Wochenvergleich verblieb ein Plus von 0,3 Prozent, immerhin das sechste in Folge.

Der breite Swiss Performance Index (SPI) gab am Freitag um 0,14 Prozent auf 9.188,52 Punkte nach, wogegen der 30 Titel umfassende Swiss Leader Index (SLI), in dem die größten Titel nicht mit der ganzen Gewichtung enthalten sind, 0,09 Prozent höher bei 1.347,47 Punkten schloss.

Nach einer tieferen Eröffnung bewegte sich der SMI am Vormittag mehrheitlich seitwärts. Im Vorfeld des Arbeitsmarktberichts aus den USA war eine gewisse Zurückhaltung zu spüren, nach dessen Publikation am Nachmittag belebte sich das Geschehen aber deutlich. Der Leitindex kletterte vorübergehend in die Gewinnzone und eroberte zwischenzeitlich auch die Marke von 9.000 Punkten zurück, ehe wieder eine Gegenbewegung erfolgte.

Die Arbeitsmarktdaten aus den USA fielen stark aus. Die US-Wirtschaft hat im Oktober deutlich mehr Arbeitsplätze geschaffen als erwartet. Zudem wurde der Zuwachs der Vormonate nach oben revidiert und die Arbeitslosenquote ist auf ein neues Mehrjahrestief gesunken. Positiv war zudem der unerwartet starke Anstieg der Stundenlöhne. Der überraschend gute Bericht spielt somit bei der US-Notenbank den Befürwortern einer Zinserhöhung noch im laufenden Jahr in die Hände.

Abgeschlagen am Tabellenende landeten Richemont (-5,7 Prozent). Das vom Genfer Luxusgüterkonzern veröffentlichte Halbjahresergebnis wurde den hohen Analystenerwartungen nicht gerecht. Dabei hat sich etwa die operative Marge schwächer als erwartet entwickelt. Entsprechend wurden die Gewinne der vergangenen zwei Wochen mitgenommen. Der Dämpfer bei Richemont zog auch Swatch (-4,3 Prozent) markant nach unten.

Letztlich waren auch die Schwergewichte Nestlé und Roche (je -1,0 Prozent) mit ihren Abgaben für das Minus des Gesamtmarktes mitverantwortlich. Novartis (+0,1 Prozent) hielten nur leicht dagegen. Weitere Verlierer waren etwa Transocean (-1,1 Prozent), Swisscom (-0,7 Prozent) und Zurich (-0,2 Prozent), die alle am Vortag Zahlen vorgelegt hatten.

Die etwas längere Liste der Gewinner wurde von Syngenta (+4,1 Prozent) angeführt. Nachdem das Monsanto-Kaufgebot vom Tisch ist, übernimmt Syngenta offenbar die Rolle des Konsolidierers: Die Basler reden nach Informationen des „Wall Street Journal“ mit dem US-Konzern Dupont über einen Zusammenschluss mit dessen Agrochemie-Sparte. Syngenta lehnte eine Stellungnahme zu dem Bericht ab. Zudem hat Syngenta mit der niederländischen DSM eine Forschungs-Kooperation vereinbart.

Eine gute Stütze waren dem Gesamtmarkt auch UBS (+3,2 Prozent) und Credit Suisse (+1,8 Prozent). Actelion (+0,4 Prozent) legten moderat zu, nachdem AstraZeneca die Firma ZS Pharma übernommen hat. Das Schweizer Pharmaunternehmen hatte sich ebenfalls für eine Übernahme interessiert.

~ ISIN CH0009980894 ~ APA529 2015-11-06/18:30