Bremer Nazi-Bunker zur Gedenkstätte umfunktioniert

Bremen (APA/dpa) - Tausende Zwangsarbeiter mussten im Zweiten Weltkrieg den Bunker Valentin in Bremen errichten. Viele kamen dabei ums Leben...

Bremen (APA/dpa) - Tausende Zwangsarbeiter mussten im Zweiten Weltkrieg den Bunker Valentin in Bremen errichten. Viele kamen dabei ums Leben. An ihr Schicksal erinnert nun eine Gedenkstätte, die am Sonntag eröffnet wurde. Der adaptierte Bunker sei ein Ort, der das Leid der Zwangsarbeiter in den Mittelpunkt rücke, so Bürgermeister Carsten Sieling.

Die Nazis wollten in dem Bunker im Bremer Norden U-Boote von einem neuen Typ bauen, um damit den Ausgang des Krieges noch zu wenden. Bis zu 12.000 Zwangsarbeiter, KZ-Häftlinge und Kriegsgefangene schufteten täglich rund um die Uhr auf der Baustelle. 1945 zerstörten britische Bomben große Teile des Bunkers, die Nazis gaben ihn auf. Während dieser die Jahrzehnte überdauerte, geriet das Leid der Zwangsarbeiter mit der Zeit in Vergessenheit.

Besucher können sich ab Dienstag auf einem Rundweg und in einer Ausstellung über den Bau des Bunkers und die unmenschlichen Zustände auf der Baustelle informieren. Die früheren Zwangsarbeiter kommen in einem Multimedia-Guide und zahlreichen Infotafeln selbst zu Wort. Der Eintritt ist frei.

(S E R V I C E - http://go.apa.at/UQrILouU)