Gesellschaft

Neues Leben in das Gymnasium bringen

© Verena Hofer

Nach dem Umbau in St. Johann folgt nun eine neue Positionierung. Gesetzt wird in Zukunft auf drei zum Teil neue Schwerpunkte.

Von Verena Hofer

St. Johann i. T. –Kein Stein auf dem anderen blieb im St. Johanner Gymnasium in den vergangenen Jahren. Den steigenden Schülerzahlen wurde Folge geleistet und das gesamte Gebäude umgebaut und modernisiert. Auf das neue Aussehen folgen nun neue Schwerpunkte des Gymnasiums (8 Jahre) und des Bundesoberstufenrealgymnasiums (BORG, 5.–8. Schulstufe). Gemeinsam mit dem Lehrerteam wird auf den Sprachenschwerpunkt in der Langform gesetzt, bei der Kurzform kann zwischen dem „Science-BORG“ und dem „Musik-BORG“ gewählt werden. Der derzeitige Informatik-Schwerpunkt sowie der Schulversuch Tanz/Musical laufen aus.

Der Umbau gab der Schule einen großen Aufschwung, erklärt Direktorin Brigitta Krimbacher die Beweggründe für die Neustrukturierung im Rahmen eines Pressegesprächs. Nachdem die Anmeldezahlen für die Schulversuche gesunken sind, haben die Lehrer in drei Arbeitsgruppen nach neuen Ideen für attraktive Schulzweige gesucht. Nicht mehr wegzudenken ist in der Langform der Sprachenschwerpunkt: Englisch, Italienisch, Französisch, Latein, Spanisch, Italienisch und Russisch werden angeboten. In Zukunft soll der Fachzweig durch das Fach „Präsentation – Kommunikation – Medien“ in der Oberstufe verstärkt werden. „Es soll ein Impuls entstehen“, schildert Lehrerin Petra Ausserlechner.

Gesetzt wird in der Oberstufe auf „Science“ – dazu gehören die Fächer Biologie, Physik und Chemie. Es soll ein Weg vom reinen Laborunterricht in den Klassen bis hin zum vermehrten praktischen Arbeiten wie bei Exkursionen und Lehrausgängen geben. Geplant ist auch eine Science-Woche im Ausland, in Kombination mit einer Sprachreise. „Es sind auch Vorbereitungskurse für Gesundheitsberufe angedacht“, schildern die Lehrerinnen Martina Haas und Maike Mayerhofer. In den vier Jahren bedeutet das 15 Mehrstunden in den drei Fächern.

Insgesamt gibt es aber trotz der neuen Schwerpunkte für die Schüler nicht mehr Stunden: „Die Stunden sind anders verteilt, aber nicht mehr geworden“, erklärt Krimbacher und ergänzt, dass man freiwillig mehr Fächer besuchen kann. Dies ist vor allem beim „Musik-BORG“ möglich. In acht Stunden werden die Unterrichtsfächer Vokal-Instrumental und Tanzunterricht angeboten, spezialisieren kann man sich in den Wahlpflichtfächern. Für den Musikzweig gibt es einen Eignungstest. „Wir wollen die Praxis mehr fördern“, erklärt Lehrerin Christina Foidl. Alle Schüler haben auch die Möglichkeit, ihr Können in einer Band oder einem Chor einzubringen.

Gültig sind die Konzepte ab dem nächsten Schuljahr. Einen Tag der offenen Tür gibt es am 16. Jänner.

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