Deutscher Apple-Zuliefer Manz schrieb rote Zahlen

Reutlingen (APA/Reuters/dpa-AFX) - Auftragsverschiebungen haben dem deutschen Apple-Zulieferer Manz einen Verlust eingebrockt. „Unsere urspr...

Reutlingen (APA/Reuters/dpa-AFX) - Auftragsverschiebungen haben dem deutschen Apple-Zulieferer Manz einen Verlust eingebrockt. „Unsere ursprüngliche Planung sah einen Umsatzanstieg auf rund 320 bis 340 Millionen Euro vor“, sagten Vorstandschef Dieter Manz am Montag mit. Die Konzernstrukturen seien daher auf Wachstum ausgerichtet gewesen mit entsprechenden Kostenstrukturen.

„Durch diese Konstellation - deutlich weniger Umsatz als geplant bei gleichzeitig erhöhter Kostenbasis - zeigt sich auch unser operatives Ergebnis stark belastet“, so Manz.

In den ersten neun Monaten lag das Minus vor Zinsen und Steuern (Ebit) bei 30,1 Millionen Euro nach einem Gewinn von 1,5 Millionen vor Jahresfrist. Der Umsatz brach auf 169 (Vorjahr: 250,9) Millionen Euro ein. Manz bezifferte die Höhe der entgangenen Erlöse infolge der Auftragsstornierungen mit 140 Millionen Euro. An der Frankfurter Börse verlor die Manz-Aktie zum Handelsauftakt 0,95 Prozent.

Manz reduzierte in den vergangenen Monaten bereits zwei Mal seine Jahresziele wegen der Auftragsverschiebungen vor allem von Kunden in China. Haupteinnahmequellen von Manz sind Anlagen zur Produktion von Displays für Tablet-PCs, Smartphones und Notebooks. Der Vorstand rechnet für 2015 nun mit einem Umsatzeinbruch um rund 30 Prozent auf 200 bis 210 Millionen Euro und einem operativen Verlust (Ebit) im mittleren zweistelligen Millionenbereich. Restrukturierungen sollen helfen, dass Manz künftig ab einem Umsatz von 200 bis 250 Millionen Euro profitabel ist.

~ ISIN DE000A0JQ5U3 WEB http://www.manz.com ~ APA073 2015-11-09/09:12