Flüchtlinge - Tausende erreichten griechisch-mazedonische Grenze

Athen/Belgrad (APA/dpa) - Nach dem Ende eines viertägigen Fährenstreiks in Griechenland haben am Wochenende und am Montagmorgen mehr als 10....

Athen/Belgrad (APA/dpa) - Nach dem Ende eines viertägigen Fährenstreiks in Griechenland haben am Wochenende und am Montagmorgen mehr als 10.000 Flüchtlinge die griechisch-mazedonische Grenze erreicht. Tausende harrten am Montagmorgen am Eisenbahnübergang Idomeni-Gevgelija auf der griechischen Seite aus.

Mazedonien lässt die Menschen in Gruppen von jeweils rund 50 Menschen über die Grenze. Damit entstehe auf der griechischen Seite ein großer Andrang, berichteten griechische Medien. Zudem seien weitere Flüchtlinge auf dem Weg von den griechischen Häfen Piräus und Kavala zu dem Grenzübergang, meldete das griechische Staatsfernsehen.

Der Fährenstreik in Griechenland war vergangenen Freitag zu Ende gegangen. Seitdem seien nach Schätzungen der Küstenwache an Bord von mehreren Fähren mehr als 15.000 Flüchtlinge von den Inseln der Ostägäis zum Festland gekommen. Auch am Montag wurden mehr als 5.000 Schutzsuchende in Piräus erwartet.

Auch in der südserbischen Grenzstadt Presevo nahm die Zahl nach Ende des Streikes wieder zu. Allein am Sonntag waren es 6.000 Neuankömmlinge, Montagfrüh warteten bereits 1.500 Menschen auf die Registrierung durch die Behörden, berichteten Belgrader Medien.

In Presevo halten sich die Flüchtlinge weiterhin nur wenige Stunden auf, bevor sie die Reise nach Sid an der serbisch-kroatischen Grenze fortsetzen. Rados Djurovic vom Belgrader Zentrum für Asyl-Hilfe lobte gegenüber dem Sender RTS unterdessen die inzwischen gut laufende Zusammenarbeit zwischen den serbischen und kroatischen Behörden. Von Sid werden Flüchtlinge derzeit ausschließlich mit Zügen zum Aufnahmezentrum in Slavonski Brod transportiert, wo es Platz für etwa 5.000 Personen gibt.