Landespolitik

Wörgl ging mit Einspruch gegen Dammbescheid baden

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Wörgl tritt mit der Errichtung des Schutzdammes am Inn auf der Stelle. Das Landesverwaltungsgericht wies eine Beschwerde der Stadt ab.

Von Wolfgang Otter

Wörgl –Zum zweiten Mal gab es für die Stadt Wörgl eine Abfuhr in Sachen Hochwasserdamm. Bekanntlich hat die Stadtgemeinde um die Genehmigung eines Schutzdammes zum Inn angesucht, die Bezirkshauptmannschaft Kufstein lehnte dies jedoch im August dieses Jahres ab. Im Wesentlichen geht es dabei darum, dass das Amt Einzelmaßnahmen nicht genehmigen will. Der Sachverständige verweist dabei auf die Auswirkungen auf die flußabwärts liegenden Gemeinden. Daher müssten vorher Retentionsflächen gefunden werden. Das wiederum versucht das Land Tirol mit Wasserverbänden der Inn-Anrainergemeinden zu organisieren.

Mit dem negativen Bescheid wollte sich Wörgl vorerst nicht zufrieden geben und schaltete daher die nächste Instanz ein. Aber der Landesverwaltungsgerichtshof lehnte jetzt die Beschwerde ab. Für Wörgl würde jetzt nur noch der Weg vor das Bundesverwaltungsgericht bleiben. „Wir warten jetzt vorerst ab“, erklärt Bürgermeisterin Hedi Wechner (SPÖ) in Blickrichtung Wasserverband der Inn-Anrainergemeinden, durch den der Hochwasserschutz gemeinsam errichtet werden soll. Zumindest gebe es derzeit keinen Beschluss für eine weitere Beschwerde.

Wie berichtet, soll bis 2017 die Verbandsgründung über die Bühne gegangen sein und mit dem Bau des Hochwasserdamms begonnen werden. Rund eine Million Euro würde der in etwa 1,2 Kilometer lange Wall zwischen Gewerbegebiet und Autobahn kosten. Dabei geht es nicht nur um den Schutz der Anrainer, sondern auch um das Umfärben des Gewerbegebietes von einer roten in eine grüne Zone.

Bei der jüngsten Gemeinderatssitzung zeigte sich Bürgermeisterin Hedi Wechner wenig zuversichtlich, dass der Damm bis 2018 fertig ist. Auch nach der Sitzung meinte die Stadtchefin gegenüber der TT: „Wenn wirklich erst 2017 die Verbände gegründet werden, dann befürchte ich, wird sich das mit der Ausschreibung nicht mehr für einen Spatenstich im Jahr 2018 ausgehen.“ Zudem ist noch immer nicht sicher, ob es für die geplanten Bauten zum Hochwasserschutz eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) braucht. Auch GR Carmen Schimanek (Freiheitliche Wörgler Liste, FWL) stellte in der Gemeinderatssitzung den Termin 2018 in Frage. Vizebürgermeister Andreas Tax­acher (Team Wörgl), der für die Stadt an den Sitzungen für die Wasserverbandsgründung teilnimmt, konnte berichten, dass ein in Wörgl ins Auge gefasstes Retentionsbecken „nicht in Frage kommt“. Der technische Aufwand wäre viel zu hoch, außerdem „der Überlauffall nicht beherrschbar “, berichtete Taxacher.

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