Imst

Zwei Steinbrocken kommen die Öffentlichkeit teuer

© Paschinger

Anfang April donnerten zwei große Steine auf den Längenfelder Recyclinghof. Die Sicherung kann bis zu 600.000 Euro kosten.

Von Alexander Paschinger

Längenfeld –Seit sieben Monaten müssen die Längenfelder ihre Wertstoffe auf der anderen Straßenseite abliefern. Und so wie es aussieht, wird dieser Zustand auch über das Jahr hinaus andauern. Denn der eigentliche Recyclinghof der Gemeinde ist und bleibt wegen akuter Steinschlaggefahr gesperrt. „Erst im Frühjahr können wir mit den Sicherungsmaßnahmen beginnen“, erklärt der Längenfelder Dorfchef Ralf Schonger auf Nachfrage der TT.

Am provisorischen Standort tut sich freilich auch einiges: „Wir haben eine neue Einfahrt mit einem Linksabbieger gemacht, dazu brauchte es eine Sicherung des Ufers hin zur Ötztaler Ache“, erläutert der Bürgermeister. Außerdem wurde der Weg zu den Containern hinunter abgeflacht und zuletzt wurde nun auch ein Lichtmast installiert, damit in der dunklen Jahreszeit eine ausreichende Beleuchtung für die Bürger zur Verfügung steht. „Sodass bei der Anlieferung zum Recyclinghof alles ohne Gefahr über die Bühne geht“, so Schonger.

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„So weit haben wir alles im Griff, aber der finanzielle Aufwand liegt schon auf der Hand“, meint der Bürgermeister, wenn er hinüber auf den eigentlichen Standort des Recyclinghofes blickt. Zwei große Steine, die von der dahinter liegenden, 400 m hohen Wand gepoltert waren, hinterließen Anfang April nicht nur Dellen in einer Autotür und im Asphalt. Sie werden wohl Löcher im Gemeindebudget hinterlassen, auch wenn das Land Längenfeld unterstützen wird. Noch liegen die Kostenvoranschläge nicht vor, „aber wir müssen die Container samt Flugdach verlegen und die Zufahrt wird mit Steinschlagnetzen gesichert werden müssen“. Die „Pi-mal-Daumen“-Rechnung ergebe 150.000 bis 200.000 Euro für die Verlegung der Bauten und noch einmal 350.000 bis 400.000 Euro für die Vernetzung des Hanges.

Bereits aktiv wurde man in Bezug auf den Felssturz vom Pollestal, wo Anfang Oktober bis zu 200.0000 m³ Gestein ins Tal donnerten. „Hier bestand Gefahr im Verzug für die Straße, weil der Bach verlegt war.“ Inzwischen wurde das Gewässer wieder in ein eigenes Bett geleitet.

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