Weltweite Bankenaufseher planen keine große Regulierungsreform

London (APA/Reuters) - Der Bankenbranche steht in der nächsten Zeit keine weitere Verschärfung der Regulierungsvorschriften bevor. „Es gibt ...

London (APA/Reuters) - Der Bankenbranche steht in der nächsten Zeit keine weitere Verschärfung der Regulierungsvorschriften bevor. „Es gibt kein ‚Basel IV‘“, sagte der Vorsitzende des Finanzstabilitätsrats (FSB) der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G-20), Mark Carney, am Montag in Basel.

„Wir bügeln nur Probleme aus, die bei der Umsetzung von ‚Basel III‘ im Lauf der Zeit erkannt worden sind.“ Das aktuelle Regelwerk „Basel III“ war nach der Finanzkrise eilends auf den Weg gebracht worden und tritt in mehreren Schritten bis Ende 2018 in Kraft.

Die betroffenen Banken und Experten haben sich bereits auf eine nächste Regulierungsrunde eingestellt. Mehrere Regulierer fordern etwa, dass die Institute auch die lange für risikolos gehaltenen Staatsanleihen mit Eigenkapital unterlegen müssen. Der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht, der die Regeln im Auftrag des FSB ausarbeitet, hatte bereits deutlich gemacht, dass es dabei nicht um noch höhere Kapitalanforderungen gehen werde.